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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
Entstehung
Seite
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Fürst Bismarck und Herr v. Gerlach. Ild

Reden citierte, ja so möchte ich ihm zuerst einmal sagen:wenn er ein so schweres Gewicht auf meine Ueberzeugung es kommt nicht auf die Worte an, sondern ans denGlauben, der dahinter steckt die ich vor fünfundzwanzigJahren ausgesprochen habe, legt, warum will er dennnicht meinem lebendigen Worte von heute glauben? Oderumgekehrt, wenn er mir einen Vorwurf daraus macht,so nehmen wir an, nicht der Herr Vorredner, sondernich wäre seit der Zeit altersschwach geworden. (Heiter-keit.) Ich war damals in der Vollkraft meiner Jahre.Ich mag durch Anstrengungen gelähmt sein, vielleicht binich nicht mehr so frisch wie damals, das würde ja inder Sache nichts ändern, aber ich habe mich noch nie'geschämt, eine Meinungsänderung in meinerStellung einzuräumen, wenn die Umständemich nötigten, entweder in etwas nachzuge-ben oder mich zu überzeugen, daß es so, wie ichwollte, im Interesse des Landes eben nichtgeht. (Bravo!) Ich bin nun, ich glaube im zwölftenJahre, einer Regierung Leiter, die unter schwierigen undstürmischen Verhältnissen begonnen und geführt wordenist; ich bin danach recht zufrieden, wenn man mir ausdiesem jüngeren Zeitraum, aus der zweiten Hälftedieses Vierteljahrhunderts, auf das der Herr Vorrednerzurückgriff, nicht den Vorwurf machen kann, daß ich michin irgendwelchen für den Staat entscheidend wichtigenDingen recht erheblich getäuscht hätte in meiner Voraus-sicht und Beurteilung; es kann ja aber sein, das istmenschlich und passiert wohl einem jeden. Von mir aberzu verlangen eine Konsistenz des Urteils in allen schwie-rigen Fragen, die ein Vierteljahrhundert umfassen, mußich jedenfalls ablehnen. Ich treibe keine Fraktions-