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Die Neichstagssession von 1873.
25. Der Freund schasts-, Handels- und Schiffahrts-vertrag mit Persien.
20. Juni 1873.
Die Beratung des Freundschafts-, Handels- und Schiffahrts-vertrages mit Persien leitete der Reichskanzler in der 57. Sitzungam 20. Juni durch folgende Rede ein:
Ich enthalte mich der Aeußerungen über die Detailsdieses Vertrages. Ich will nur bemerken, daß aus denBestimmungen desselben hervorgeht, wie die Beziehungenzwischen Persien und Deutschland doch Keime der Be-lebung in sich tragen, die wir früher bei der Besprechungder Frage, ob dort eine Vertretung des Deutschen Reicheseingeführt werden sollte, nicht in dem Maße zu erkennenvermochten. Der Vertrag enthält nicht bloß Bestim-mungen über die Handelsbeziehungen, er enthält aucheinige Andeutungen über die politischen Beziehungen Per-siens zum Auslande sowohl der Gegenwart, wie der Zu-kunft. Es zeigt dieser Umstand an, daß in der neuestenZeit die gegenseitigen Beziehungen der Nationen auch dieentferntesten Länder der Welt mehr und mehr umfassenund auch zwischen diesen sich zu beleben beginnen, so daßes ja nicht unmöglich ist, daß wir auch in jenen Gegen-den, ich will nicht sagen, direkte, politische Interessen be-kommen, — wir suchen uns soviel wie möglich von sol-chen, die sich uns nicht von selbst aufdrängen, im Aus-lande fern zu halten, — aber es ist doch möglich, daßdie Verhältnisse in jenen Gegenden, sei es durch diesenHandelsvertrag, sei es durch die politische EntwickelungAsiens, eine höhere Bedeutung auch für unsre Interessenannehmen, als bisher, so daß es uns vielleicht wichtigwird, über die dortigen Vorgänge genauer und direkter