Freundschafts-, Handels- u. Schisfahrtsvertrag »i. Persien. 111
jederzeit unterrichtet zu sein, als es bisher der Fall ge-wesen ist. Ich möchte daher das Hohe Haus bitten, beiBesprechung dieses Vertrages vielleicht auch zugleich dieFrage, die Sie mehrmals vorübergehend beschäftigt hat,wiederum ins Auge zu fassen, ob es sich empfiehlt, einediplomatische gegenseitige Vertretung zwischen Persien unddem neuen Reiche eiuzurichten. Es ist das, wenn dasBedürfnis anerkannt wird, keine so eilige Sache, daßwir Ihnen mit dem Nachtragsetat für dieses Jahr dar-über entgegenkommen müßten, aber es würde für dieNeichsregierung von hoher Wichtigkeit sein, auch überdiese Frage eine Aeußerung der Wünsche des Reichstagszu bekommen. Von persischer Seite wird, wie ich beiAnwesenheit Sr. Majestät des Schahs hier habe konsta-tieren können, die Herstellung einer solchen Verbindunglebhaft gewünscht, und es ist in Aussicht gestellt worden,daß von dort möglichst bald ohne spezielle Fristbestim-mungeu eine persische Gesandtschaft hier eintreffen undbei dem kaiserlichen Hofe akkreditiert werden würde.
Indem ich die etwa nötigen Erläuterungen übereinzelne Artikel der Spezialdiskussion Vorbehalte, wollteich nur erklären, daß ich es dankbar erkennen würde,wenn diejenigen Mitglieder, die sich äußern, vielleicht auchgleichzeitig den Punkt der Herstellung einer gegenseitigenpolitischen Vertretung in beiden Ländern ins Auge fassenwollten.