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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Reichstagssession von 1873.

der Sache, dann würde er so hohe Gehälter überhaupt nichtbewilligen. Ich glaube mich der Hoffnung noch hingebenzu dürfen, daß wir dieses Prinzip, welches wir in ver-schiedenen Fällen schon bejahend entschieden haben, nichtin diesem Falle in Frage stellen wollen, da es sich nichtbloß nach der Ueberzeugung der diesseitigen Neichsregie-rung, sondern nach der Ueberzeugung aller großen Staa-ten mehr und mehr bewährt. Sie sehen, daß bei unsFrankreich sein eignes Haus hat, daß Rußland sein eignesHaus hat, und daß die englische sowohl, wie die öster-reichische Botschaft nicht nur in finanziell schwierige Ver-hältnisse geraten kann, sondern stets in der Unsicherheitist, ob das Obdach gekündigt werden kann oder nicht,und beide Mächte würden, soviel ich weiß, sehr bereit-willig jede Gelegenheit ergreifen, die sich ihnen böte, um,ohne überteuert zu werden, ein eignes Grundstück fürihre Botschaftshotels zu erwerben.

Der Abgeordnete v. Hoverbeck nannte eine Bewilligung unge-fähr in der Form: „260000 Thaler und was es etwa mehr kostensollte," eine inkorrekte, worauf der Reichskanzler versetzte:

Ich könnte dagegen nur geltend machen, daß bis-her die auswärtige Verwaltung in ihren Ansprüchen nochin keinem Fall als verschwenderisch, sondern stets alssorgsamer und sparsamer Haushalter sich bewiesen hat,wie ich glaube, und daß sie von der Erlaubnis, unterUmständen etwas höher zu gehen, doch nur in dem MaßeGebrauch machen würde, als ob es sich um eigne per-sönliche Interessen der Abschließenden handeln würde.

Die Position wurde mit großer Majorität bewilligt.