Ankauf eines Boischaflshotels in Petersburg. 81
kanzler in seiner Nähe weniger Bureaus vom Auswär-tigen Amte, weniger Arbeitskräfte von demselben hat,wohl aber den einen oder andern Rat oder Sekretär, dermit den übrigen Branchen, mit denen seine amtliche Wirk-samkeit in Berührung steht, Bescheid weiß, daß ein Mi-nisterpräsidialbüreau — obwohl ich im übrigen den Aus-druck im preußischen Sinne hier nicht verwenden möchte— mit dem Reichskanzleramte unter einem Dache Unter-kunft zu finden haben würde und nicht gerade ausschließ-lich ein Teil des Auswärtigen Amtes.
Die Vorlage wurde in erster und zweiter Beratung unverän-dert genehmigt; bei der dritten Lesung der 50. Sitzung am 11. Junigab der Reichskanzler auf Anregung des Abgeordneten GrafenRittberg folgende Erklärung ab:
Nach unsrer Berechnung würden wir, sobald dieBaulichkeiten am Wilhelmplatze hergestellt sein werden,die Miete des Hauses Nummer 70 a vollständig wiederaufgeben können, respektive wenn der Vertrag noch nichtabgelaufen ist, durch anderweitige Vermietung zur Deckunggelangen. Ob und wieweit es thunlich sein wird, dieRäume des Deckerschen Hauses zu entbehren, das hängteinigermaßen von der Unterbringung der Eisenbahn-abteilung und andern Einrichtungen ab, die sich noch derBerechnung entziehen. Jedenfalls aber liegt es nicht inder Absicht, daraus ein Definitivum zu machen.
Der Gesetzentwurf wurde darauf endgültig genehmigt.
16. Ankans eines Uotschastshotels in Petersburg.
10. Iuni 1873.
Zum Ankauf eines Botschaftshotels in Petersburg waren250000 Thaler in den Etat eingestellt worden; der Abgeordnete