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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
Entstehung
Seite
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Das Dienstlokal des Auswärtigen Amtes. 79

Ich räume sehr gern ein, daß ich mich dieser Kon-sequenz unter Umständen nicht entziehen kann (Heiterkeit);aber wenn dieses Prinzip streng festgehalten wird, dannist es notwendig für den Reichstag, darauf zu halten,daß stets nicht nur opferbereite, sondern auch wohlhabendeKanzler an der Spitze der Geschäfte stehen (Heiterkeit),denn es ist sonst jedes Geschäft der Art unmöglich. Ge-warnt durch das Beispiel des Ankaufs des Marinemini-steriums hier am Leipzigerplatz, habe ich mich gehütet,einen definitiven Vertrag abzuschließen. Wenn man abergar nicht abschließt, so gehen die günstigen Gelegenheitenvorüber. Zu warten, bis der Reichstag gerade znsam-menkommt, ist unter Umständen sehr kostspielig. DieUngewißheit wird der Verkäufer sich mit einer hohenPrämie bezahlen lassen; und wiederum, daß die Verkäufegerade sich immer in der Zeit, wo der Reichstag imJahre versammelt ist, darbieten, das trifft auch nicht zu.Wir haben den Fall gehabt in Petersburg, wo es sehrerwünscht ist, ein eignes Haus zu kaufen, wo ein sehrannehmbarer, nach allen Seiten hin befriedigender Kaufabzuschließen war und fest abgeschlossen werden konnte,wenn wir es gewagt Hütten, dem Reichstage vorzugreifen.Dadurch, daß es nicht gewagt wurde, ist es gekommen,daß der Verkäufer oder die Verkäuferin ihre Zustimmungwieder zurückgezogen hat und ihrerseits von dem gegen-seitig stipulierten Rechte Gebrauch machte. Es ist ja sehrhäufig der Fall, wie es z. B. mit dem Herrn Marine-minister beim Ankauf des Lokals am Leipzigerplatz derFall gewesen sein würde, daß ein solcher Minister miteinem Ankäufe, den er durch Beschluß des Reichstagesfür seine Privatrechnung behält, ein außerordentlich gün-stiges Geschäft machen kann. Wer die Veränderung im