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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Reichstagssession von 1873.

hohen Preise ermieteten Hause, Wilhelmstraße 70a, sodaß dann die jetzt ermietete Etage des Deckerschen Hauses,welches zwischen dem Auswärtigen Amt und dem Neichs-kanzleramt*) belegen ist, ausreichen würde, um die ge-ringen Ueberschüsse, die sich in 70a nicht unterbringenlassen, dort zu plazieren, zugleich aber auch die politischeAbteilung, die jetzt in den kleinen und dunklen Räumendes Erdgeschosses in dem von mir bewohnten Hauseuntergebracht ist, soweit zu erleichtern, daß nicht mehrereRäte gleichzeitig bei den wichtigen Arbeiten und Bespre-chungen unmittelbar nebeneinander, so daß der einzelnekaunt Platz zum Schreiben hat, sitzen müssen.

Ich glaube, diese Uebersicht wird genügen, um dieZiele darzustellen, nach denen das Auswärtige Amt beidiesen Bauten strebt, denen ich nur die Bitte hinzufügenwollte, mich nicht nötigen zu wollen, daß nnr über demKopf gebaut wird — wenn man wichtige Geschäfte hat,so ist das noch störender als im gewöhnlichen Privat-leben — sondern, wenn eine Vergrößerung der von demReichskanzler zu bewohnenden Räume stattfinden soll, soglaube ich, wäre ein billiger Anspruch, daß dieselbenirgendwo fertig gestellt und dann bezogen werden können,ohne ein Interimistikum und ohne den Bau über demKopf der Bewohner.

Die Unterhändler der Regierung hatten für den Fall, daß derReichstag dem in der vorstehenden Rede gedachten Hauskauf seineZustimmung nicht erteilen sollte, den Besitzern des Hauses ein Reu-geld von 10 000 Thalern zugesichert. Der Abgeordnete Frhr. v. Hover-beck wünschte durch eine besondere Bemerkung ausdrücklich festge-stellt zu sehen, daß im Falle der Ablehnung des Reichstages derReichskanzler dieses Reugeld aus seiner Tasche zu zahlen habe.Der Reichskanzler erwiderte:

*) Jetzigem „Reichsamt des Innern".