Das Dienstlokal des Auswärtigen Amtes. 77
Dienstwohnung ausgeworfen werden soll, in diesem Hause,— welches eine lange Front nach der Wilhelmstraße,aber in der Richtung von Norden nach Süden nur einschmales Grundstück hat, — daß dort die Büreaus, sageich, nicht vollständig Platz haben. Es war daher er-wünscht, daß sich eine Gelegenheit bot, das Haus, welchesam Wilhelmplatze östlich von dem Grundstücke des Aus-wärtigen Amtes in der Ecke liegt, käuflich zu erwerben,allerdings für einen Preis, der der Höhe der heutigenPreise der Grundstücke in Berlin entspricht, lind der sichnoch höher Herausstellen würde, wenn man dieses Hausumbauen müßte. Es ist aber nach sachverständigem Gut-achten in einem so guten baulichen Zustande, daß es be-nützt werden kann, wie es ist. Es handelt sich also nichtum den Ankauf eines Grundstückes, sondern eines be-bauten Grundstückes, eines fertigen und benutzbaren Hauses,und nach dieser Richtung wird, wie ich hoffe, der Antrag,bei der Schwierigkeit, in der Gegend Grundstücke recht-zeitig zu bekommen, wohl begründet erscheinen, auch diesePreise zu bewilligen. Wenn dieses geschieht, so würdedann in Verbindung mit dem stehenbleibenden neu zuerkaufenden Hause an der Ecke der Wilhelmstraße unddes Wilhelmplatzes ein neues mit Erdgeschoß und zweiStockwerken versehenes Gebäude entstehen, welches imstände wäre, die gesamten Büreaus des AuswärtigenAmtes in sich aufzunehmen. Für die Zwischenzeit, fürdie zwei Jahre, wo dieser Ball ausgesührt werden sollte,bietet sich ein Unterkommen für die zweite Abteilung, fürdie am Wilhelmplatz bisher bestehenden Büreaus, welchebei weitem die größere Hälfte — ich glaube wohl überzwei Drittel bis drei Viertel — des Personalbestandesrepräsentiert, in diesem vorher allerdings zu einem sehr