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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Der deutsche Gesandte beim Papst und die Papstwahl. 71

und allen Schwierigkeiten des dortigen Handels genaubekannt ist. Dem liegt gar nichts an einer Veränderung,sondern er wünscht, daß die Verhältnisse so schwierigbleiben, daß es ein langes Studium des Platzes erfor-dert, um genau zu wissen, wie und in welcher Weiseman am günstigsten importiert, und er wünscht nicht,daß die Verhältnisse so einfach werden, daß gar keineErfahrungen am Platze und keine Traditionen des ein-zelnen Hauses dazu gehören, um sie richtig zu beurteilen.Das sind aber deutsche Handelshäuser, und ich kann ausmeinen Petersburger Erinnerungen sagen, daß ich vonmanchen unter ihnen, die nicht gerade in Petersburg woh-nen, keinen Beistand, sondern nur Widerstreben und Ein-wirkung auf Beibehaltung der jetzigen Zustände erfahrenhabe.

14. Der deutsche Gesandte beim Papst und die Papstwahl.

9. Juni t873.

Immer in derselben 48. Sitzung am 9. Juni beantragte derAbgeordnete Löwe (Kalbe), den Posten eines deutschen Gesandtenbeim Papste nicht nur für diesmal abzusetzen, sondern dauerndaufzuheben. Der Reichskanzler widersprach diesem Anträge:

Es ist allerdings richtig, daß dieser Posten, so langedas Deutsche Reich besteht, noch nicht faktisch wirksamgeworden ist. Wir haben darin die Erbschaft des frühe-ren Norddeutschen Bundes, respektive Preußens, in derBudgetposition angetreten. Aber das Fortbestehen desPostens möchte ich doch nicht mit dem Herrn Abgeord-neten Löwe ausschließlich abhängig machen von der Frage,ob der Papst eine Territorialsouveränität ausübt odernicht. Wenn wir zurückblicken in die Geschichte unsrerdortigen Mission, so finden wir, daß die Geschäfte, die