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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Reichstagssession von 1873.

entwickelung, und Sie dürfen doch nicht annehmen, daßbei einer Sache, die so auf der Hand liegt, die Thätig-keit der Regierung, soweit sie auf diesem Felde nützlichund nach den völkerrechtlichen Gebräuchen zulässig ist,auch nur ein einziges Jahr ruhen könnte. Wir arbeitendaran, aber mit der Achtung vor fremden Interessen undAnsichten, die durch die internationalen Verhältnisse ge-boten wird.

Auf einige Bemerkungen der Abgeordneten Graf Bethusy-Huc und Schmidt (Stettin), namentlich des letzteren, daß dieZollverhandlungen mit Rußland schon 81 Jahre schwebten, erwiderteder Kanzler noch:

Der Herr Vorredner wird mir zugeben, daß die eiu-undsünfzig Jahre Verhandlungen doch auch in ihren Er-gebnissen nicht so ganz unfruchtbar geblieben sind; dennwenn der heutige russische Tarif verglichen wird mit demvon 1821, so möchte sich ein immerhin müßiger, aberdoch nicht abzuleugnender Anspruch auf Anerkennung derBemühungen der früher preußischen, demnächst norddeut-schen und jetzt der Reichsregierung ergeben. Ich ver-spreche ihm aber nicht zu ermüden, und die Verhand-lungen noch fünfzig Jahre (Heiterkeit) — ich selbst nicht,aber mit meinen Nachfolgern — nicht ruhen zu lassen.Mit einem so großen Nachbarlande werden wir über-haupt nicht dahin kommen, daß die Verhandlungen ruhen,wie wir überhaupt mit Frankreich und andern Staatenab und zu immer neue Verträge schließen. Aber ichglaube, es könnte da auch den Bemühungen der politi-schen Behörden einigermaßen Beistand geleistet werdenvon einem großen Teile des deutschen Handelsstaudes;und das ist, wie der Herr Vorredner vorhin schon angedeutethat, derjenige, der mit den russischen Zollverhältnissen