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Die Reichstagssession von 1873.
Reiches und ihres Volkes. Es ist ja möglich, daß, wennder Herr Vorredner und ich Rußland zu regieren hätten(Heiterkeit), wir vielleicht darüber manche abweichendenationalökonomische Ansichten haben würden von denen,die jetzt dort gehandhabt werden; aber russische Negierun-gen können nur nach ihren eignen Ansichten über dierussischen Interessen diese handhaben, ja sie würden nichtwohlthuu, ihrer eignen Bevölkerung zu erkennen zu ge-ben, daß sie den Interessen eines noch so befreundetenNachbarlandes Interessen und Tarifpositionen opfern,die sie sonst lieber aufrecht erhalten haben würden. SolchePolitik kann keine Regierung treiben, am allerwenigsteneine große. Sie können fest darauf rechnen, daß wirdie Verhandlungen zur Annäherung, zur Erleichterungdes Verkehrs, zur Beseitigung der Hemmnisse, die imrussischen Tarif stecken, und gegen dessen Fehler die höhe-ren russischen Beamten am allerwenigsten blind sind, imAuge behalten; diese Hemmnisse lassen sich aber dochnicht schnell beseitigen. Vor allen Dingen aber, wennwir diesen Verhandlungen einen Erfolg sichern wollen,üben wir in allen öffentlichen Besprechungen die sorg-fältigste Schonung und Achtling vor dem Selbstbestim-mungsrechte des Nachbarreiches.
Der Abgeordnete Löwe legte Verwahrung gegen die Aeußerungein, als ob der Reichstag eine Einmischung in die inneren Ange-legenheiten andrer Nationen versuchte, wenn er über die Handels-beziehungen zu einem Nachbarstaat Klagen erhöbe. Der Reichs-kanzler:
Ich habe eine Einmischung in der Diskussion nichtgesehen, ich bin nur der Meinung gewesen, daß den ver-bündeten Regierungen eine solche Einmischung zugemutetwird; denn ohne eineil etwas lebhafteren Betrieb einer