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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Zollbeschwerden mit Rußland.

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wesende leben, zu schweben niemals aufgehört. Sie habenimmer einige Fortschritte gemacht, wenn auch nur lang-sam in der Richtung, welche der Herr Vorredner befür-wortete. Die kaiserlich russische Negierung ist auch zumAbschlüsse eines Zoll- und Handelsvertrages gegenwärtiggeneigt, sobald derselbe sich der Besprechung und Bestim-mung über Zollfragen ganz enthält. Die Zollfragenwünscht sie davon auszuschließen und ihren Tarif nichteinem Abkommen mit Nachbarn zu unterwerfen. Es istdies ja eine sehr schwierige Sache, insoweit man denBeruf hat, sich in die inneren Angelegenheiten einer nochso befreundeten Nachbarregieruug einzumischen und aufdieselbe eine Einwirkung zu versuchen zu dem Zwecke,daß unsre Kaufmannschaft bessere Geschäfte mit diesemLande mache. Der Herr Vorredner hat auf die Mög-lichkeit angespielt, daß in Rußland ebenfalls demnächstöffentliche Versammlungen mit analogen Fragen beschäf-tigt sein könnten, und ich möchte an seine eignen Em-pfindungen appellieren, welchen Eindruck es uns dannhier machen würde, wenn diese russischen Versammlungensich nicht nur mit ihren eignen inneren russischen An-gelegenheiten, sondern anhaltend mit inneren Angelegen-heiten des Deutschen Reiches und mit den Klagen dar-über beschäftigen würden, daß das Deutsche Reich seineZollgesetzgebung seinen deutschen Interessen, wie es die-selben versteht, anpasse, aber die russischen Interessen da-bei nicht berücksichtige; wenn sich das sehr häufig wieder-holte, würde das doch bei uns eine verdrießliche Auf-nahme finden und den Verständigungen nicht förderlichsein. Jeder Staat, namentlich aber große Reiche wieRußland, entnehmen ihre Zollpolitik ihren eignen Tra-ditionen, ihrer eignen Beurteilung der Bedürfnisse dieses