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Die Reichstagssession von 1873.
Souverän, bei dem er akkreditiert ist, entgegengenommen ist(Heiterkeit). — Es ist allerdings die Absicht Sr. Majestätdes Kaisers, ein Mitglied des Reichstages zum Bot-schafter in London zu ernennen, welches, darüber glaubeich, habe ich keine Verpflichtung, einzelnen AbgeordnetenAuskunft zu geben (Heiterkeit), um so mehr, da ver-fassungsmäßig, solange diese Ernennung nicht durch An-nahme des Kreditivs seitens Ihrer Majestät der Königinvon England aus den Händen des Berechtigten perfektgeworden ist, diese Absicht jeden Tag sich ändern kann.Sobald die Ernennung perfekt ist, d. h. durch die Ueber-gabe des Kreditivs, wird das im Staatsanzeiger stehen.Bis dahin aber glaube ich über die interioren Ange-legenheiten meiner Akten eine so weit gehende Auskunftnicht geben zu sollen, und glaube auch nicht, daß dasHohe Haus in seiner Gesamtheit oder Majorität michdazu für verpflichtet halten wird. (Zustimmung rechts.)
Zum Botschafter in London wurde der Abgeordnete GrafMünster ernannt.
13. Die Zollbeschwerden mit Rußland.
9. Juni 1873.
Der Abgeordnete Schmidt (Stettin) regte an: „Es ist in derneuesten Zeit mehrseitig in der Presse ausgesprochen worden, daßzwischen dem Deutschen Reiche und dem Petersburger Kabinett Ver-handlungen schwebten, um wenigstens einem Teil der Zollbeschwerdenabzuhelfen. Es würde deshalb erfreulich sein, wenn von seitendes Bundesrats eine Erklärung erfolgte, daß diese Erwartung schonin nächster Zeit sich erfüllen wird und in Aussicht steht, dadurchdie Interessen zweier großer Reiche wesentlich zu fördern." FürstBismarck erklärte:
Die Verhandlungen hierüber schweben nicht seit kurzerZeit, sondern sie haben eigentlich, solange wir hier An-