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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Neichstagssession von 1873.

beteiligen vermag, dann glaube ich, daß wir doch mehrChancen haben, zu einer Verständigung zu gelangen, alswenn der Reichstag seine Vota nun festlegt. Es wirddann viel schwerer sein, über etwa divergierende An-sichten, zu denen der Bundesrat sich vereinigt, noch zueiner Verständigung zu gelangen. Ich glaube daher, daßes im Interesse der Sache liegt, daß der Reichstag auchnicht auf die Verhandlung der Preßfrage in dieser Sessionverzichtet, daß er dem Bundesrate doch so viel Zeit läßt,wie nach der wahrscheinlichen Dauer der Sitzungen nochabgelassen werden kann, ohne daß die Zeit zur definitivenBeschlußnahme, die nachher übrig bleibt, zu stark be-schränkt wird. Daß der Reichstag in vier Wochen ge-schlossen sein könnte, so sanguinisch sind meine Hoff-nungen allerdings nicht. (Oh! Oh!)

Ich bedauere es mit Ihnen, meine Herren, ich strebemit Ihnen nach Freiheit aus dem Stadtleben, aber wirwerden schwer fertig werden bis dahin. Ich bin sehrdankbar nach meinen persönlichen Empfindungen, wennwir früher unsre Arbeit soweit beendigen können, daßwir zu einem Abschlüsse gelangen. Aber selbst wenn derHerr Vorredner mir auch nur eiu bis zwei Wochen zu-gibt, und Sie lassen dem Bundesrat eine Dekade Zeit(Heiterkeit), um sich über diese heutige preußische Vorlagezu verständigen, so würden Sie immer doch noch gegenvier Wochen behalten, um die beiden ausstehenden Lesun-gen des Preßgesetzes, wenn Ihnen die bundesrätlicheHaltung nicht konveniert und Sie vom selbständigen Vor-gehen nicht abhält, zum Abschlüsse zu bringen und denUebelstand, den der Herr Vorredner fürchtet, daß dieganze Sitzung ohne die Verhandlung über die Preßfragevorübergehe, zu verhüten. Es ist ja nicht notwendig, daß