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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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Die Reichstagssössion von 1873.

Die Behörden können nur nach ihrer Ueberzeugung han-deln. Sind diese Ueberzeuguugen irrig, so haben sie ge-irrt in dein ehrlichen Bestreben, die große Aufgabe, dieihnen gestellt ist, mit möglichst geringer Schädigung derSympathien, aber vor allen Dingen mit voller Sicher-stellung der Interessen des Reiches auszuführen. Daßdas ohne Klagen und Verdruß nicht abgeht, ist eine alteErfahrung. Die Franzosen selbst sagen: paar tairs nnoonrolstto, il bunt ausser clos oonks; wir sagen wenigereinschneidend: wo Holz gehauen wird, fallen Späne, unddiese Späne werden natürlich von verschiedenen Seitenaufgehoben, um eben einen Span zu haben (Heiterkeit);aber lediglich auf einen Streit der Art, daß er nur dazu-führen kann, theoretische Fragen in letzter Instanz zuerörtern, hier einzugehen, dazu halte ich mich nicht fürberechtigt gegenüber der Zeit des Reichstages, wenn, wiegesagt, der Reichstag nicht einen besondern Beschluß da-für faßt.

Wir sind entschlossen, den Elsässern so wenig wehzu thun, wie wir irgend können. Daß das dennoch invielen Richtungen nicht ganz wenig sein wird, darübermache ich mir gar kein Hehl; denn jedes Losreißen voneiner langjährigen Angehörigkeit, wie bei Elsaß in Be-zug auf Frankreich der Fall war, jedes Verwachsen mitneuen fremdartigen Verhältnissen hat dergleichen zur Folge.Zweifeln Sie unter Umständen an unserni Geschick —denn dafür sind mindestens wir norddeutsche und nament-lich preußische Beamte nicht berühmt, in geschickter WeiseFreunde zu gewinnen und unangenehme Dinge in liebens-würdiger Weise zu erledigen — also zweifeln Sie anunserm Geschick; aber an unsrer Hingebung, an unsremguten Willen zweifeln Sie nicht, an unsrem Mut und