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7 (1888) Weitere Entwickelungen in Reich, Staat und Kirche : 1873 - 1875
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22 Die Reichstagssession von 1873.

zubringen doch im übrigen in der Absicht des Reichs-tages liegt.

Der Abgeordnete Windthorst erhob gegen diese Ausführungenlebhaften Widerspruch; der Inhalt desselben ergiebt sich aus nach-stehender Entgegnung des Reichskanzlers.

Der Herr Vorredner hat manchen Aeußerungen, dieich aus angeborenem Wohlwollen mehr als aus sachlichenGründen hergenommen hatte, eine sachliche Bedeutungbeigelegt was ich ihm überlassen mnß; ich will dar-über mit ihm nicht rechten und will mich auch nichtdeutlicher aussprechen, als ich mich vorhin ausgesprochenhabe. Ich will nur uoch sagen, daß derjenige Teil desGehalts, welchen jemand bei der Stellring zur Dispositionverliert, im Reiche nicht mehr so bedeutend ist wie früher;er erhält immer dreiviertel des Gehalts. Mit dreiviertelndes Gehalts und mit der Möglichkeit, andre Erwerbs-quellen zu ergreifen, kann die Situation unter Umständeneine finanziell verbesserte sein; irgend eine lovis notabraucht gar nicht mit der Dispositionsstellung verbundenzu sein. Es liegt gar keine Schande darin, für ein be-stimmtes Amt gerade nach der Meinung eines bestimmtenVorgesetzten, der vielleicht irrig urteilt, sich nicht brauch-bar zu erweisen; dieser Vorgesetzte kann aber doch nurmit den Leuten wirtschaften, die für ihn brauchbarsind. Aber ich habe hauptsächlich das Wort ergriffen,um etwas nachzuholen, was ich vorhin zu erwähnen ver-säumt habe, ein andres Argument, welches gerade imauswärtigen Dienste es wünschenswert macht, daß dieAnstellung weniger fest, daß die Bewegung im Diensteeine flüssigere sei.

Ich habe im auswärtigen Dienste die Einrichtungvorgefunden, daß es zwei ganz verschiedene Kategorien