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Die Reichstagssession von 1873.
dem Verdacht, ich möchte fast sagen, mit dem Beweise imHerzen, den er nicht geltend machen kann, weiter wirt-schaften mit demselben Rate? Das sind sehr exzeptionelle,exzentrische Fälle, sie können sich viel harmloser gestalten,als ein bloßer Verdacht. Beamte des Auswärtigen Amtes,die einen zu intimen Umgang mit fremden Diplomatenhaben, unter Verhältnissen, wo nach Alter, Stellung undsonstigen Interessen ein gegenseitiges persönliches Wohl-gefallen aneinander die intimeren Beziehungen nicht aus-schließlich aufklärt — solche Sachen sind schwer abzu-schneiden und auf dem gewöhnlichen Wege juristisch nichtzu fassen. Wir sind in diesen Verhältnissen bei weitemgünstiger situiert, als die meisten Länder in der älternGeschichte — ich urteile über die Gegenwart nicht — inder ältern Diplomatengeschichte situiert gewesen sind. Beiuns ist das Ehrgefühl der Beamten noch meist so lebendig,daß es in ihnen einen dienstlichen Kraftaufwand und da-bei eine Verschwiegenheit, eine Treue, eine Zuverlässigkeithervorbringt, die kein Zwang herausdrücken könnte, unddie durch keine noch so hohe Besoldung gesichert werdenkönnte; denn die Gegengewichte, welche die Besoldungenin diesen Verhältnissen finden können, sind für den Finanz-minister in der Gestalt von Besoldungen unerschwinglich.
Aus allen diesen Gründen habe ich doch, wenn nichtdas ganze Prinzip wieder aufgegeben werden soll, Be-denken, durch Annahme dieses Amendements die Verwirk-lichung dieses Prinzips auf unbestimmte Zeit hinauszu-schieben. Ich könnte es mir ja gefallen lassen, weil ich,wie ich vorher schon bemerkte, meist mit jüngeren Beamten,wo ich mich selbst anklagen müßte, wenn sie unrichtiggewählt sind, zu thun habe. Aber nehmen Sie an, daßüber kurz oder lang jemand anders die auswärtigen Ge-