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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Climpeador

jedoch keineswegs in seiner Bahn beirren, u. derhierbei bewiesene Muth gereicht ihm zu hoher,Ehre. Er st. 14. Nov. 1867. Schroot.»

Cnmpeador (span.), tapferer Kämpfer, Held;Beiname des Cid.

Campe che, 1) Staat der Republik Mexico;bildet den westl. Theil der Halbinsel Uncatan;55,600 Hjlcm (1214,g mjM); grenzt nördl. u. östl.an den Staat Dncatan, südl. an die RepublikGuatemala u. Chiapas, westl. an Tabasco u. anden GolfvonC.; 66,724 Ew. C. ist erst 1861 vonUucatan getrennt worden n. theilt dessen natür-liche Verhältnisse u. sociale Zustände (s. u. S)u-catan). Die Ew. sind gewerbfleißiger u. gebildeter,als die Ducataner. 2) San Francisco de C.,Hauptstadt darin, an der Mündung des Rio deSan Francisco in die Campeche-Bai; der be-deutendste Hafen der Halbinsel, aber wenig ge-schützt, weshalb die Schiffe in einiger Entfernungvon der Küste ankern müssen; Steuermaunsschule;Citadelle; schöne öffentliche Anlagen; Mangelan Brunnen, das Wasser wird ans Manlthierenherbeigeschafft; bedeutender Seehaudel n. Schiffbau;9000 Ew.

Campeche-Bai, kleine Bucht des Mexicani-schen Meerbusens, zwischen den rncxicanischenStaaten Campeche u. Tabasco, u. 19° SO" 45"n. Br. u. 72° 50' 45" w. L.); nur offene Rhede.

Campechcholz (Blauholz, Blutholz, OiAnnm«amysesiiannm), Las Holz des im mittleren Ame-rika einheimischen C - Baumes (OismatoLzäonoamxsesiiannm L.). Es kommt in großen, vonRinde u. Splint befreiten, bis 200 siA schwerenStücken in den Handel. Dieselben sind meist starkgefurcht u. besitzen eine röthlich- bis dunkelbrauneFarbe, welche durch längere Einwirkung der Luftsich fast in Schwarz verwandelt. Das sehr feste,znckerartig u. adstringirend schmeckende, der Veil-chenwurzel ähnlich riechende Holz ist ein sehr ge-schätztes Färbematerial. Die verschiedenen im Han-del verkommenden Sorten führen ihre Namennach den Gegenden, aus denen sie herstammen.Das vorzüglichste Blattholz ist dasjenige, welchesaus der Campeche-Bai ausgeführt wird, währendHonduras-, Jamaica-, Domingo-Blauholz undandere Sorten weniger werthvoll sind. Das C.kommt auch gemahlen u. geraspelt in den Handel.Es dient schon seit Anfang deS 16. Jahrh. zumBlau- u. Violettfärben u. findet noch immer An-wendung zum Blau-, Schwarz- u. Grünfärbcnvon Wolle, Baumwolle u. Seide. Vielfach wirdstatt des Blauholzes der C.-Extract zum Färbenverwandt, welcher entweder schon in Amerika, od.auch imJnlynde durch Verdunsten der wässerigenAbkochung des sein zertheilten Holzes dargestelltwird u. eine im Bruche glänzend schwarze, süßlichzusammenziehend schmeckende Masse bildet; der-selbe löst sich mit violett-brauner Farbe und wirdauch zur Darstellung einer guten Tinte benutzt.Der färbende Bestandtheil des C-s ist der 1811von Chevrenl daraus dargestellte blaue Farbstoff,das Hämatoxylin (s. d.). Clörm.

Campeggi (Campegius), 1) Lorenzo, geb.1474 in Padua; wurde Professor der Rechte,dann Geistlicher, Bischof von Feltri, 1517 Car-dinal, 1523 Bischof von Bologna; auf dem Reichs-

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tage in Nürnberg 1524 u. mehr noch in Regens-burg brachte er eine Verbindung der katholischenStände des Reiches gegen das weitere Umsich-greifen der Reformation zu Stande; 1528 warder wegen der Ehescheidung des Königs Hein-rich Vlll. nach England gesandt, ohne jedochetwas ausznrichten; auch war er als katholischerRedner auf dem Reichstage in Augsburg 1530;st. 1539 zu Rom. 2) Thomas, Bruder des Vor.,geb. 1500; ward 1540 Bilchof von Feltri, 1545Mitglied des Tridentiner Concils; st. 1564; erschr.: Os auotoritats 8. Oonoiliornm, Ben. 1561.Seine übrigen Schriften, kirchcnrcchtlichen Inhaltes,gesammelt, Ven. 1555. Löffler.»

Campement, Lagern von Truppen unterfreiem Himmel; Feldlager.

Campen, s. u. Kämpen.

Campen, 1) Jakob van, Haupt der Wieder-täufer; ging nach der gewaltsamen Unterdrückungderselben in Deutschland nach den Niederlanden,wo Johann Bockold ihn 1534 zum Bischof vonAmsterdam ernannt hatte; er wurde 10. Juli 1535hingerichtet. 2) Thomas van, s. Thomas äKempis. 3) Jakob van, Maler u. Baumeistervon Haarlem; bildete sich in der Malerei nachRubens, widmete sich aber während seinesAufent-haltes in Rom vornehmlich der Architektur; er st.13. Sept. 1658. Das Stadthaus von Amsterdamist sein vorzüglichstes Werk. 4) Nikolaus Gott-fried van, holl. Geschichtschreiber, geb. 15. Mai1776 in Haarlem; wurde 1816 Lehrer der deutschenSprache u. 1829 Prof, der Geschichte am Athenäumin Amsterdam; st. das. 14. März 1839. Er schr.:Oesosiisäsnis van äs krausesis sisrssosiayyij inOuroxa, Leyden 181523, 8Bde.; Lssosirijvinxvan sieb ToninArijkc äsr silsäerianäsn, n. A.,Haarl. 1827;Vatsr1anäsolrsIcaraIct:srlcnnäs, 1826,2 Bde.; Ossosi. äsr Isttsrsn sn rvebsnseüapysnin äs Nsäsri.., Haag 182126, 3 Bde.; Oosesi.äsr kcrnistoAbsn nar siet Orient, 182226, 4Bde.; 6s8«k. äsr siksäsrl. sinitsn Ouroya, ebd.183133, 3 Bde.; Osäsnsibossi van sileäsri.mosä en trornvs §sännrsnäs äsn sisig. opstanä,1834; Geschichte der Niederlande, Hamb. 1831bis 1833, 3 Bde.; klanäsiookc äsr sioogPuitsosisIsttsricnnäs, Haarl. 182330, 4 Bde.; gab auchmit Tijdemann die Zeitschrift Mnemosyne 1815bis 1821, 10 Bde., heraus.

Camper, Peter, berühmter Anatom undChirurg, aus vornehmer Patricierfamilie stam-mend, geb. 11. Mai 1722 in Leyden; studirtedaselbst, promovirte 1746 als Doctor der Medicinu. Philosophie, reiste 1748 nach England, Frank-reich u. Deutschland, trat mit den berühmtestenGelehrten in enge Verbindung u. nahm 1750in Franeker eine Professur für Medicin u. Chi-rurgie an. Aber schon 1752 ging er wieder nachEngland, blieb 175560 als Professor für Ana-tomie u. Chirurgie in Amsterdam, hatte von176372 den Lehrstuhl für Chirurgie, Anatomien. Botanik in Groningen inne, privatisirte von1773 ab in Franeker u. ging dann wieder aufReisen, die er stets in kleinen Tagestouren aus-fllhrte, mit genauer, allseitiger Führung einesTagebuches. Neben seinen wissenschaftlichen Ar-beiten fand er auch Zeit für Politik, er wurde