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Punkt; befindet fich also die anffangendc Fläche indieser Entfernung von der Linse, so erscheint ansjener Fläche ein scharfes Bild von ziemlicher Licht-stärke. Die Entfernung der anffangenden Flächevon der Linse muß daher, um scharfe Bilder vonverschieden weit entfernten Gegenständen zn er-halten, abgeändert werden können, was dadurcherreicht wird, daß man an der Vorderwand derL. o. eine Röhre befestigt n. in diese eine zweitegenau in jene passende Röhre einschiebt, in welchedie Linse eingesetzt ist. Durch Verschieben der zwei-ten Röhre wird die richtige Einstellung bewirkt.Die 6. o. diente früher theils als bloßes Spiel-zeug, theils aber auch dazu, die auf einer Papier-fläche aufgefangenen Bilder durch Nachfahren derContouren mit dem Bleistifte sestzuhalten. Zubeiden Zwecken ist es wünsckenSwerth, die Bildernicht verkehrt, sondern aufrecht zu erblicken, wasdurch einen mit dem Apparat verbundenen ebenenSpiegel erreicht wird. Eine hierzu geeignete, sehrbekannte Form der 0. o. ist die in Fig. 2 abge-bildete. Sie besteht aus einem inwendig ge-schwärzten Kasten 0 mit Röhrenansatz, in welchemsich mit leichter Reibung eine zweite, die Linse I-enthaltende Röhre verschieben läßt. Diese brichtdie von einem Gegenstände xL8 kommenden Licht-strahlen so, daß sie, nachdem sie von einem unter45° geneigten Spiegel 8 rcflectirt worden, auseiner matt geschliffenen Glastasel das Bild L'8'Hervorbringen. Das von oben u. von den Sei-ten kommende fremde Licht, welches, wenn es dieGlastasel träfe, das Bild undeutlich machen würde,wird durch einen Deckel I) abgeblendet. Diese Formder 6. o. wird meist nur als Spielzeug benutzt;die Bilder derselben erscheinen zwar dem bei 0befindlichen Auge des Beschauers aufrecht, aberer sieht, was in Wirklichkeit rechts ist, im Bildelinks u. umgekehrt. Zum Nachzeichnen der Con-tourcn eigner sich dagegen eine zweite Form, welchein Fig. 3 dargestellt ist. Bei dieser ist der Linscn-einsatz I- an der oberen Seite des Kastens ange-bracht, u. über demselben ist ein um 45° geneig-ter Spiegel 8 befestigt, welcher der Linse die Strah-len znwirst; diese entwirft dann auf einem ausdem Boden des Kastens liegenden Blatte Papierein Bild, welches sich leicht nachzeichnen läßt,wenn der Aasten an der den abzubildenden Ge-genständen zugekehrten Seite eine durch ein nn-dursichtiges Tuch zu verhängende-Öffnung haru. groß genug ist, um den Oberkörper des Zeich-ners aufzunehmen. Dieser sieht das Bild auf-recht, und was in Wirklichkeit rechts ist, erscheintihm nicht links, sondern ebenfalls rechts, co) Diezum Gebrauche des Photographen verwendete0. o. hat keinen Spiegel; die auffangende Flächeist der mit dein Linseneinsatze versehenen Wandparallel u. wird zum Zwecke des Photographi-rens mit einer Substanz überzogen, welche Lurchdas Licht eine chemische Veränderung erfährt; da-durch ist ein Mittel geboten, die Bilder der 6. o.,resp. die Vertheilung von Licht u. Schatten aufdenselben zu fixiren (s. u. Daguerreotyp u. Pho-tographie); es braucht kaum bemerkt zu werden,daß die hierzu zu verwendenden Linsen achroma-tisch sein müssen, ckck) Das Auge (s. d.) derhöheren Thiere u. des Menschen ist ein nach dem
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Princip der 0. o. gebauter Apparat, dessen auf-fangende Fläche die Netzhaut ist.
b) Die 6smers lueiäs. Der Zweck der 6.o., Bilder zu erhalten, welche sich durch Nachfah-ren mit dem Stifte zur leichteren Herstellung einernaturgetreuen Zeichnung verwenden lassen, kannnoch einfacher durch die 0. I. erreicht werden.Während aber die 0. o. die von dem abzubilden-den Gegenstände kommenden Strahlen so bricht,daß sie sich auf der auffangenden Fläche zu einemwirklichen od. reellen Bilde vereinigen, bewirktder als 6. I. (allerdings nicht sehr treffend, daeine (!., ein Kasten, nicht vorhanden ist) bezeich-nte optische Apparat, daß die von dem abzubil-denden Gegenstände u. die von der ausnehmendenPapierfläche herkommenden Strahlen in gleicherRichtung das Auge treffen, so daß es dem aneiner bestimmten Stelle befindlichen Auge denEindruck macht, als ob ans dem Papier ein Bilddes Gegenstandes sich befinde. Ein solches nurscheinbar vorhandenes u. nur von einem bestimm-ten Punkte aus erscheinendes Bild wird ein vir-tuelles genannt, an) Wollastons 0. 1. (Zei-chenprisma) besteht aus einem vierseitigen, etwa
2 ein langen Prisma, dessen Querschnitt 8 Fig. 4zeigt. Das Prisma hat an der einen Grundflächeeine Metallfassung u. wird mittels eines Stativsso aufgestellt, daß seine Seitenkanten horizontalliegen, n. zwar in der durch die Figur dargestell-ten Lage. Der von einem Punkte des Objectsherkommende Strahl tz dringt nahezu rechtwink-lig, also ohne merklich gebrochen zu werden, durchdie Fläche bo in das Prisma ein, erfährt an denFlächen eck u. äs,, bei § u. Ir, eine zweimaligetotale Reflexion u. tritt endlich wieder rechtwink-lig zur Fläche ab, also ebenfalls ungebrochen, ausdem Prisma aus. Unmittelbar über der Aus-trittsstelle befindet sich das Auge 0 des Zeichners,welcher somit jenen Punkt auf einer unten liegen-den horizontalen Papierfläche bei n zn sehen glaubt.Wenn dieser nun mit der Hälfte der Pupille minan dem Prisma vorübersieht, so kann er gleich-zeitig, ebenfalls bei n, die Spitze eines Bleistiftes
3 sehen, mit welchem er somit das Bild des Ob-jects auf dem Papier nachzuzeichnen vermag.Das vierseitige Prisma kann auch durch ein etwa
4 mm langes, um 45° geneigtes Metallspiegelcheu,den Sömmeringschen Spiegel, ersetzt werden,db) Wichtig ist die 6. I. besonders als ein fastunentbehrliches Hilfsmittel zum Zeichnen mikrc-skopischer Objecte. Von den zahlreichen zu die-sem Zwecke geeigneten Apparaten lenken die einendie aus dem Ocular des Mikroskops kommendenStrahlen so ab, daß das Bild (wie bei Wollastons0. I.) ans eine direct gesehene Papierfläche proji-cirt erscheint; die anderen lenken die von dem Pa-pier und der Spitze des nachzeichuenden Stifteskommenden Strahlen so ab, daß sie von dem Ge-sichtsfelde des Mikroskops — in welches directhineingesehen wird — herzukommen scheinen. Vonallen sei nur einer der einfachsten Apparate derletzteren Kategorie hier erwähnt, die Nobertsche0. 1., welche Fig. 5 im Durchschnitte zeigt. Siewird mit dein die Basis bildenden Ringe auf dasOcular des Mikroskops aufgesetzt. Durch das dünngeschliffene Glasplättchen sb, welches auf dem un-