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Onuaei-n. obsLura u. Onmevti luoicla.
ahmung, n. auch Dänemark u. Schweden nahmendieselben an. Hauptzweck war allerdings nur dasErzielen höherer Einkünfte der betr. Fürsten.
Allmählich fing man an, die für Kammerbeamtedergestalt nöthigen Kenntnisse, soweit sie nicht injuristischen Vorlesungen gelehrt wurden, als eineeigene Doctrin — freilich in verschiedenem Umfange— zusammenzufassen. Es bildete sich eine förm-liche Schule deutscher Cameralisten aus, welchemit Jung, Rößig u. Schmalz bis an das Endedes 18. Jahrh. reicht. Als nun die besondersin Italien u. England entstandene politische Öko-nomie zu uns herüberkam, ging theils unbewußtManches von der cameralistischen Auffassung in dieneue Lehre über, theils wurde gar mit Bewußtseindahin gestrebt, beide mit einander zu verschmelzen,die Camerallehren, deren Unzulänglichkeit alsWissenschaft man immer mehr erkannte, durch dieNationalökonomie zu verjüngen. Das erste Haupt-denkmal dieses Bemühens war das Lehrbuch derpolitischen Ökonomie von Rau. Offenbar ist ge-genwärtig der Name Cameralwissenschaft im Sinnedes vorigen Jahrhunderts veraltet. Contzen.
Kamera obseura u. Kamera lueiäa (v. lat. oamsra,Gewölbe, im späteren Lat. Zimmer, Kammer;vbscmrus, dunkel; lueiäus, hell: dunkle u. HelleKammer; hierbei eine Tafel), Apparate, welchedazu dienen, das Bild der vor denselben befind-lichen Gegenstände auf einer ebenen Fläche (matt-geschliffene Glastafel, Blatt Papier rc.) erscheinenzu lassen. Die Bilder sind bei der 6. o. reelle,bei der 0. 1. virtuelle.
a) Oamsra obseura. Die einfachste Formder 0. o. ist aa) die sogen, optische Kammer,deren Erfindung einem Benediktiner, Dom Pa-nunce, zugeschrieben wird u. die jedenfalls vorLeonardo da Vinci (gest. 1519) bekannt war.Läßt man in einem sonst ganz verfinsterten Zim-mer (s. Fig. 1) durch eine ganz kleine Öffnung(etwa eines Fensterladens) die Strahlen von äuße-ren erhellten Gegenständen auf eine jener Öffnunggegenüberstehende weiße Fläche fallen, so erscheintauf derselben ein vollkommen ähnliches Bild jenerGegenstände. Am besten ist die Fläche durchschei-nend (Schirm von transparentem Papier, matt-geschliffene Glastafel), so daß man das Bild vonhinten beobachten kann. Das Bild ist verkehrt,d. h. was in Wirklichkeit oben ist, erscheint aufdem Bilde unten, was rechts ist (von hinten ge-sehen), links, und umgekehrt. Das Bild kommtauf folgende Weise zu Stande. Die von einemleuchtenden Punkte vor der Kammer ausgehendenLichtstrahlen werden alle durch die Wand abge-halten, nur das die Öffnung treffende Strahlen-bündel gelangt in die Kammer u. zeichnet auf diegegenüberstehende Wand einen Hellen Fleck. An-dere Punkte vor der Kammer erzeugen natürlichebenfalls Helle Flecke, aber an anderen Stellender Wand, u. alle diese Flecke haben eine ähn-liche gegenseitige Lage, dieselben Farben u. (ob-gleich sie alle lichtschwächer sein müssen) dasselbeNerhältniß der Lichtstärke, wie die sie erzeugendenPunkte; die Gesammtheit dieser Flecke stellt somitein vollkommen ähnliches Bild der Gegenständevor der Kammer dar. Da , aber alle diese Licht-strahlen sich in der kleinen Öffnung durchschneiden,!
so trifft ein Lichtstrahl auf einen um so tiefer lie-genden Punkt der Wand, je höher sein Ausgangs-punkt gelegen ist, oder um so viel weiter links,je weiter der Ausgangspunkt nach rechts liegt, u.umgekehrt, woraus sich ergibt, daß das Bild inder dunklen Kammer ein verkehrtes sein muß.Das Bild leidet aber an einem großen Fehler.Da von jedem äußeren Punkte nicht ein einzigerLichtstrahl, sondern ein ganzes Bündel von Strah-len durch die Öffnung in die Kammer eintritt (jegrößer die Öffnung, desto dicker das Bündel), soist auch das Bild eines äußeren Punktes nichtwieder ein Punkt, sondern ein Fleck von merklicherAusdehnung; die Bilder benachbarter Punkte deckeneinander also theilweise, so daß das Gesammtbildein verschwommenes ist. Diesen Fehler kann manallerdings zwar nicht ganz aufheben,, aber dochbeliebig vermindern, indem man die Öffnung sehrklein wählt; aber dadurch tritt ein neuer Übelstandein: es wird nämlich dadurch die Lichtmenge, welchevon jedem äußeren Punkte in die Kammer gelangt,erheblich vermindert, das Bild also sehr lichtschwach.Eine dunkle Kammer in kleinem Maßstabe läßt sichleicht aus zwei genau über einander schiebbaren(etwa 8—10 em weiten) Pappröhren Herstellen.Die weitere (etwa 10 om lang) ist vorn durcheinen mit einem kleinen Loche versehenen Deckelverschlossen (ans der aufzuleimenden Pappscheibeschlage man in der Mitte ein Loch von 1 emDurchmesser u. überspanne dieses mit einem Sta-niolblättchen, in welches mit einer Nähnadel einLoch gestochen ist); die engere Röhre (deren Längegleich der mittleren Sehweite sein, also etwa25—30 em betragen muß) wird am vorderenEnde mit Durchzeichenpapier (oder noch besserfeinem weißem Seidenpapier, nach dem Aufspan-nen mit dicker Lösung von Gummi arabicum be-strichen) verschlossen u. mit diesem Ende voran indie weitere Röhre ein Stück weit eingeschoben.Der Raum zwischen beiden Deckeln repräsentirtdie dunkle Kammer, die engere Röhre dient zumAbhalten fremden Lichtes. Sieht man nun indas Hintere offene Ende der engeren Röhre, in-dem man den Apparat wie ein Fernrohr nachhell (von der Sonne) beleuchteten Gegenständen,richtet, so erblickt man auf dem transparentenPapier ein verkehrtes Bild dieser Gegenstände,welches um so kleiner, aber auch um so deutlicherwird, je weiter man die engere Röhre in die wei-tere einschiebt, bb) Die eigentliche (dioptrische)0. o., welche für die Photographie eine so großeWichtigkeit erlangt hat, ist im Princip nichtsAnderes, als eine vervollkommnte Form des so-eben beschriebenen Apparats, durch welche diebeiden oben bezeichnten Fehler desselben aufge-hoben werden. Ihre Erfindung wird dem Nea-politaner Giambattista della Porta zugeichrieben;ob mit Recht, ist zweifelhaft; jedenfalls ist er derErste, der (im I. 1589) den vervollkommntenApparat beschrieben hat. Die Verbesserung be-steht darin, daß die Öffnung größer gemacht u.in dieselbe eine Convexlinse eingesetzt wird. Diesevereinigt die von einem Punkte kommenden Licht-strahlen in einer bestimmten (von der Entfernungdes leuchtenden Punktes u. von der Krümmungder Linse abhängigen) Entfernung wieder in einen