Calvados — Calvert Islands.
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C., geb. 20. Dec. 1737 in Turin; war früherim Dienste des Malteser-Ordens, trat 1761 inden Orden der Oratoristen, lehrte seit 1768 inTurin, wo er Director der Sternwarte u. Pro-fessor der griechischen u. orientalischen Sprachenwurde; er st. 5. April 1815. C. schrieb u. a.:Deila xossia, Tur. 1806; Vsrsl italiaul, ebd.1807; Patina oarmlua onin spsoimins Zrasvo-rum, ebd. 1807; lCriusipss äs xliilosoxlüs xouräss iuitüss aux matflsrnatiguos, ebd. 1811, u. a.;pseudonym als Didymus Taurinensis: Litsraturaeeaptioas ruäimsvtum, Parma 1783. Lebens-beschreibung von Prosp. Balbo, Mail. 1816, u.von Boucheron, Tur. 1833, Tüb. 1839.
Calvados, 1) (Roolisra äs 0.) etwa 40 kmlange Klippenbank im Canal la Manche, zwischenden Mündungen der Orne u. Vire, etwa 8 kmvon der Küste; höchst gefährlich für die Schiff-fahrt; soll nach einem hier 1588 gescheitertenSchiffe der spanischen Armada genannt sein; Fund-ort vieler Austern. 3) De Part, im nordwestl.Frankreich, nach dem Vor. genannt; 5520,, Hjkw(100 IHM); 454,012 Ew. in 764 Gemeinden,darunter nur etwa 6000 Protestanten; umfaßtdie zur ehemaligen Normandie gehörigen Land-schaften Bessin, Bocage, Campagne de Caen, Augen. Lieuvain; grenzt im N. an Len Canal, im O.an das Depart. Eure, im S. an das Departe-ment Orne, im W. an das Departement Manche;im S. gebirgig, Fortsetzung der Höhen, welchedie Wasserscheide zwischen der Seine und Loirebilden, weiter nördlich wellig u. schließlich schroffzum Meere abfallend. Flüsse: Touques, Dives,Orne, Seulles, Dromme(mit Aure), Vire. Klimagesund, aber ziemlich veränderlich, oft Regen,WWinde herrschen vor. Boden im Allgemeinenfruchtbar, namentlich an den Flüssen u. in denThälern, nur an der Küste sandig u. öde, imGanzen mehr für Viehzucht als für Ackerbau ge-eignet; wenig Waldungen. Products: Getreide,Flachs, Hanf, Ölgewächse, Obst (namentlich Äpfelu. Birnen für Ciderbereitung), Gemüse, Seetang;Rindvieh, Schafe, Pferde, Schweine; Eisen undSteinkohlen (1869 3 Mill. Ctr.), Torf, allerhandSteinarten, Bolus, Mergel; Ackerbau (nicht hin-reichend); Viehzucht mit Butter- u. Käsegewinn(Butter von Jsigny, Käse von Livarot u. Pont-l'Eveque), Pferdezucht, Bienenzucht, Wiesencultur,Blumenzucht, Gemüsebau, Fischfang (Austern,Muscheln, Hummern u. dgl.). Industrie: Blon-den, Spitzen, Landwand (loilss srsbouuss), Öle,Cauevas, Baumwollenwaaren, Angorazeuge, Tuch,Garn, Strumpfwirkerei, Strohflechterei, Leder,Papier, Eisengießerei, Stahlwaaren, Mefferfabri-ken, Gesammtwerth der gewerblichen Jndustrie-producte etwa 97 Mill. Fcs. jährlich. Handelbedeutend; Ausfuhr: Pferde, Rindvieh, Ol, Ge-flügel, Butter u. die übrigen Erzeugnisse; Ein-fuhr: engl. Steinkohlen (198,533 Tonnen von derGesammteinfuhr von 360,895 Tonnen im Jahre1873), Wolle, Baumwolle, Eisen, Colonialwaaren.Von den 6 Häfen sind die bedeutendsten Caen-Oyestreham u. Honfleur. Das Depart. wirdvon 224 km der WBahn (Paris-Cherbourg 109km, Paris-Grauville 28 km, Flers-Caen 58 km,Le-Mans-Mezidon 32 km, Zweigbahnen 97 km)
durchschnitten. Eintheilung in die 6 Arron-dissements: Bayeux, Caen, Falaise, Listeux, Pontl'Evbqu«, Vire. Hauptstadt Caen; Las Depar-tement gehört als Bisthum Bayeux zum Erzbis-thum Rouen. Schwor.'
Calvacrt , Dionys, genannt DionisioFlammingo, Landschasts-, später Historienmaler,geb. um 1545 in Antwerpen, Schüler Fontanasu. Lor. Sabbatinis in Bologna. Von Rom zu-rückgekehrt, stiftete er in Bologna eine Schule,aus welcher Albani, Domenichino u. Guido Renihervorgingen; er st. 1619. Dem Zeitgeschmackentgegen, wollte er mit seineni ernsten Sinne u.an Dürer erinnernden Gründlichkeit durchaus denälteren Stil wieder einführen, weshalb ihn seineSchüler verließen u. zu den Caracci übergingen.Von seinen Gemälden, nach denen Hieran. Vierix,PH. Thomasin u. R. Sadaler gestochen haben,befinden sich die meisten in Italien, namentlich inBologna. Regnet.»
Calvaire (fr.), 1) Klosterfrauen u. L. F. vonCalvaria, nach der strengen Regel St. Benedicts,gestiftet 1617 in Poitiers von Antoinette vonOrleans, mit Nonnen des Ordens von Fonte-vrault, unter der Leitung des Kapuziners Joseph LeClerc du Tremblay, gewöhnlich Pater Josephgenannt, vom Papst Paul V. und König Lud-wig XIII. bestätigt und bald über 20 KlösterFrankreichs verbreitet. Tracht: Nock und Gürtelbraun, Scapulier über dem Vortuch u. schwarz,im Chor darüber ein schwarzer Mantel; vom1. Mai bis zum Fest Krenzeserhöhung gingensie barfuß. Sie erloschen 1790, wurden später inParis wieder hergestellt. 2) C. (Calvaristeu, l?rstresNissiounairss än 0.), gestiftet 1633 von HubertCharpentier auf dem Berge Betharam in Böarnzur Bekehrung der Protestanten, 1638 mit denVätern der Missionen zur Verbreitung des Glau-bens vereinigt, 1650 wieder getrennt, 1666reformirt u. mit den Vätern von St. Sulpicevereinigt; 1790 untergegangen, 1826 wiederer-standeu. Ihr Sitz ist ans dem auch Calvarieu-berg genannten Mont Valörien in Paris. Löffler.»
Calvaria (lat.), 1) (Anat.) die Schädeldecke(Vornix orauü), die obere Schädeldecke vom oberenAugenhöhlenrande bis zur oberen halbkreisförmi-gen Linie des Hinterhauptbeines. Von manchenwird C. auch als gleichbedeutend mit Oramum(Gehirnschädel, im Gegensätze zu Gesichtsschädel,§aoiss) betrachtet. 2) Golgatha, schwerlich alsSchädelstätte Hingerichteter, sondern wahrscheinlichvon der Schädelform so genannt, daher in kathol.Ländern Hügel mit Darstellungen der KreuzigungChristi, zu welcher in der Fastenzeit gewallfahrtetwird. Solche Calvarienberge sind bei Paris (MontValörien); bei Fulda (preuß. Prov. Hessen-Nassau);bei Albendorf im Kreise Neurode des preuß. Regbez.Breslau, mit vielen Höhlen u. Bildern der Lebens-geschichte Jesu, nebst den 12 Leidensstationen; beiHeiligenstadt im Regbez. Erfurt; bei Schemnitzim Kreise Honth des österr. VerwaltuugsgebietesPreßburg u. a. m.; besonders zahlreich in Italien.Vgl. Via äolorooa.
Calvert Islands (auch Kaven genannt), In-selgruppe im Stillen Meere, u. 54° n. Br. u. 170°49' w. L., zu Britisch-NAmerika gehörend.