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Cabanis — Cabenda.
Schönheit der nackten menschlichen Gestalt mitder Wärme sinnlichen Lebens dem Beschauer rechtnahe legt. Als Colorist geräth er zn leicht insBlonde und Rosige n. nähert sich so, indem erauch die Reize koketter Weiblichkeit und weicheKörperlinien nicht verschmäht, der Weise des 18.Jahrh. Seine Farbe ist meist matt u. süßlich.Als Decorationsmaler bewährte er sich im Stadt-hanse u. im Palais Emil Pereires. Regnet.
Cabanis, 1) Pierre Jean George, franz.Arzt u. Philosoph, geb. 5. Juli 1757 inCosnac;studirte in Paris, ging 1773 als Privatsecrctäreines Polen mit nach Warschau; kehrte 1775 nachParis zurück, widmete sich den schönen Wissen-schaften, studirte später Medicin n. wurde nachn. nach Professor der Gesundheitslehre ». Pro-fessor der Klinik an der Medicinischen Schule inParis. Er schloß sich der Revolution an, warAnhänger Mirabeans, wurde Volksrepräscntantin dem Nathe der 500 u. Mitglied des Erhalt-ungssenats. Er st. 5. Mai 1808 bei Meulan. B.war durchaus Sensualist u. führte das ganzemoralische Wesen des Menschen auf das Nerven-system zurück. Er schr.: NsIanZss cks lit. alls-manäs, Par. 1787; Iws äeZrss äs osrtitnäs äsIo, msäsoins, ebd. 1779 u. 1802, deutsch vonAyrer, Gott. 1794; Iw8 rapxorts äu piiMgnset äu moral äs l'lwwms, ebd. 1802, 2 Bde.,
1824, 3 Bde., u. A., 1866, deutsch von Jacob,Halle 1804, 2 Bde.; Iwttrs postllums snr isseaw8S8 prsmierss, 1824. Werke, ebd. 1823 bis
1825, 5 Bde. 2) Jean Louis, berühmterOrnitholog, geb. 8. März 1816 zu Berlin; stn-dirte zu Berlin u. war zugleich am ZoologischenMuseum angestellt, sammelte 1°/z Jahre in N-Amerika (1839—41) Naturgegenstände, besondersVögel. Er schr. zahlreiche Abhandlungen in Wieg-manns Archiv (seine Ornithologischen Notizen sindfür die Systematik der Vögel von besondererWichtigkeit gewesen). Im Museum Heineanum, 4.Bd., Halberst. 1855—63, führte er sein Systemdurch. Die ornithologischen Schätze, die zahlreichewissenschaftliche Reisende ans fernen Gegendenmitbrachten, wurden von C. bearbeitet, so nament-lich die von Tschudi aus Peru, von Schomburgkaus Guiana, von v. d. Decken aus Afrika. Indem von ihn: 1855 gegründeten Journal fürOrnithologie sind zahlreiche Abhandlungen von C.Auch die Deutsche Oruithologische Gesellschaft zuBerlin wurde von ihm 1868 gegründet.
Cabaret (sranz.), 1) Wirthshaus, Schenke; da-her Cabaretier, Schenkwirth; cabaretiren, oftins Wirthshaus gehen. 2) Thee- u. Kaffebrett.
Cabarrus (Cabarras), County im Nordame-rika«. Unionsstaats NCarolina, u. 35» n. B. und80° w. L.; 10,546 Ew.; Countysitz: Concord.
Cabarrus, 1) Franyois, Graf von C.,spanischer Minister n. Gesandter, geb. 1752 inBayonne; war erst Kaufmann, dann durch seinenSchwiegervater Galabert Seifcnfabrikant in Ca-ravanchel bei Madrid. Bei der großen Finanz-noth des Staates machte er, mit dem Finanz-minister Musquez bekannt, diesem den Vorschlag,verzinsliches Papiergeld zu emittiren, u. da diesu. andere finanzielle Pläne Beifall fanden, er-richtete er im Aufträge der Regierung die San-
Carlos-Bank, eine Staatsbank, u.ward 1782 deren.Director. 1785 gründete er die Handelscompagnicder Philippinen, veranlaßte den Beginn des Ka-nals von Segovia und trat endlich noch unterKarl III. als Staatsrath ins spanische Finanz-ministerium. Nach dessen Tode jedoch fiel er durchVerleumdungen der obscurantischen Partei beiKarl IV. in Ungnade, ward 1790 verhaftet underst nach 4 Jahren befreit; feierlich all der ihmzur Last gelegten Reate nichtschuldig erklärt, wurdeer 1795 Graf u. Hofbanguier, Generalintendantder Civilbauten u. Generaldirector der königlichenFabriken. 1797 ging er als spanischer Ministerznm Friedenscongreß nach Rastatt, dann als Ge-sandter nach Paris, wurde aber vom französischenDirektorium als Franzose nicht angenommen, er-hielt nach seiner Rückkehr nach Madrid großenEinfluß auf Spaniens Angelegenheiten, wurdenamentlich Mai 1798 Präsident der Junta, welchedas Rechnungswesen zn untersuchen hatte, fielaber beiGodoy in Ungnade u.ward nachBnrgosverbannt. Bald indeß durch die Finanznoth wie-der znrückgerufen, wurde er durch den Friedens-fursten nochmals von: Hofe entfernt u. diesmalals Gesandter nach Holland geschickt. Von Ferdi-nand VII. znrückberufen und erst zum General-intendanten des Consolidationsfonds, dann zumFiuanzminister ernannt, ging er 1808 mit demKönig nach Frankreich. Nach dem Einfall derFranzosen trat er auf deren Seite. Erst. 27. April1810 als Finanzministcr des Königs Joseph.Von ihm erschienen eine Reihe von Schriften überdie commerciellen und finanziellen VerhältnisseSpaniens. 2) Therese, Tochter des Vor., spä-ter Madame Tallien, s. Chimay 2). «agai?
Oabas (fr.), ein feines, aus Binsen geflochtenesFrucht- od. Arbeitskörbchen.
Cabat, Nicolas Louis, franz. Landschafts-maler, geb. 24. Dec. 1812 in Paris, Schülervon Camille Flers; bereiste einen großen TheilFrankreichs und stellte 1833 eine sehr realistischgemalte Landschaft aus. Später hielt er an dieserRichtung aller Angriffe ungeachtet fest, besuchtezweimal Italien u. ward vielfach ausgezeichnet.SeineStoffe entnimmt er theils Frankreich, theilsItalien. Besonders zu nennen wären von seinenStimmungslandschaften: Der Winter, Der Sa-maritaner, Die Mühle von Dampierre, DerNemi-u. der Bolsena-See, Ansicht von Nesa, Der Mor-gen, Die Dämmerung, Mond-Anfgang. Auchhistorische Landschaften malte C.: Der junge To-bias u. der Erzengel Rafael, Der Gang nachEmaus. Nennet.
Cabebe, Hauptstadt des Negerreiches Molmvain Central-Asrika, u. 8° s. Br. u. 41° 40' ö. L.;regelmäßig gebaut; Sklavenhandel; angeblich50,000 Ew.
Cabell, County im Nordamerika». UnionsstaateWVirginia,u. 38° n. Br. u. 82° w.L.; 6429 Ew.:Countysitz: Barboursville.
Cabenda, Stadt in Loango, auf der WKüste vonSAfrika, an der Bai gleichen Namens, in vor-trefflicher, doch sehr ungesunder Lage, mit derschönsten Aussicht u. in der fruchtbarsten Gegend;Handel mit rothem Sandelholz u. Kupfer. C.war früher ein Hauptsklavenmarkt u. im Besitze