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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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C Lavancl.

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C, 1) der an die Stelle des griechischen Gamma,getretene, aber dem Laute des griechischen Kappaentsprechende 3. Buchstab des römischen undetruskischen, später der romanischen Alpha-bete; s. u. Alphabet. Der durch ihn vertreteneLaut ist kein bestimmter, sondern geht nach Ver-schiedenheit der Sprachen od. der Nachbarschaftvon Vocalen u. anderen Consonanten von K bisZ alle Nuancen durch. Im Lateinischen lautete6 ursprünglich immer wie K, z. B. ospnb kaput,esrs kera; erst seit dem 3. Jahrh. n. Chr. nahmes vor s, i, w, vo,^ allmählich einen zischenden Laut,ähnlich unserem Z, an; im Italienischen gestaltetesich der Zischlaut vor o, i breiter (tsch), z. B.eiroo, im Spanischen leichter (ds), im Französi-schen wurde er dünner (ß), z. B. oirgns; imEnglischen klingt 0 vor s> 1 wie ß; im Polni-schen u. Böhmischen stets wie z. Von den ger-manischen Alphabeten hat die skandinavischeRunenschrift die Rune ^ für o erst später, nebender Rune Kann, angenommen (s. Runen); dieAngelsachsen nahmen es mit der lateinischen Schriftauf; in althochdeutschen Handschriften kommenbeide Buchstaben, k u. c, vor. Schwankend ist derGebrauch im Neudeutschen. 2) Als Zahlzeichen:s) 6 (osnbnm), so v. w. 100, 66 200 rc.; d)in der Rubricirung 3. 3) Als Abkürzung:s) auf den Stimmtafeln bei den Abstimmungenin römischen Criminalgerichten ^ «onäsnwo (ichverdamme), daher o von Cicero I-itsrs bristis(der traurige Buchstabe) genannt wird; vgl. L;k>) in römischen Inschriften, Handschriften u. aufMünzen so v. w. Oains, ursprünglich 6ains,6aosar, 6apnb, Osnsor, 6oninria, 61vis, Oivitas,6oIIsZsinm, 6odor8, 6okonia, 6omitia, 6onsn)i,6onsnl, 6onsoripbu8, onrsvib sie.; e) umgekehrt(g) an) so v. w. 6sis; dd) so v. w. Lomio.das tnskische halbe As, wahrscheinlich aus demGriechischen übergenommen, wo man den Obolosdurch 0 bezeichnete n. zur Andeutung der Hälftejene Figur in 6 od. 0 theilte; ä) in Handels-büchern: Capital, Courant, Conto rc.; s) (Med.)ans Recepten: 6s.1x (Kalk); vgl. 66; k) (Log.)in philosophischen Lehrbüchern so v. w. 6onbra-positio; ss) bei Temperatnrangaben Bezeichnungder Grade nach Celsius, der den Abstand desGefrierpunktes vom Siedepunkte des Wassers in100 gleiche Theile, Grade, theilt (Centesimalscala),z. B. 15° 6. wird demnach gelesen: 15 Grad(nach) Celsius od. 15 Grad der Centesimalscala;d) (Numism.) in den Vereinigten Staaten so v.w. Cent, der hundertste Theil des Dollar; aufdem Revers neuerer Münzen: an) auf französi-schen: die ehemalige Münzstadt St. Loo, dannCaen, 66 Besanyon; db)aus österreichischen: Prag;eo) auf preußischen: Kleve; seit 1866, sowie ansden deutschen Reichsmünzen: Franksurt a. M.

4) (Math.) In der Mechanik häufig angewandtzur Bezeichnung der Geschwindigkeit (6s1eritas).

5) Chemisches Zeichen für Kohlenstoff(6ardonium).<») (Mus.) Die erste Stufe unserer diatonischenTonleiter und somit der Ausgangspunkt desmodernen Tonsystems; bis in das Mittelalterwar L. die erste Stufe. Ferner ist der Halb-kreis, welcher indessen allgemein wie ein 6 ge-bildet wird, das Zeichen des 2- oder ganzen

Tacts, u. durchstrichen des Zeichen des Allabreve-tacts. Brambach»*

C, Weißes C(C-Vogel, Hopfenfalter, Vanss-8N 6 skbnm L.), Schmetterling der Tagfalter-gattung Eckflügelfalter; Flügelroth, schwarz gefleckt,unten braun, gelb u. grün, mit einem weißen 6;Raupe auf Nesseln, Hopfen, Johannis- u. Stachel-beersträuchern, Haseln u. a.; roth, hinten weiß,an den Seiten braun; in Europa gemein.

6s, chemisches Zeichen für 6a1oinm.

Caapebapfeffer, s. kotoworpkm.

Cab (engl.), kleines zweiräderiges Fuhrwerk,welches in England die Stelle unserer Droschkenvertritt.

Cabairieicabalsam, s. Uzwosxsrmnm.

Cabalaya, so v. w. Schuppenthier.

Cabale (sranz.), von Kabbalah (hebr.), s. d.,heimliches Einverständniß, geheime Verbindungin einer bösen Absicht, Ränke, tückische Anschläge,Schleichverbindung, Geheimrotte, ein tückischerStreich, Meuchelei; daher Cabaleur, ein Ränke-schmied, u. Cabalist, richtiger Kabbalist, einRänkemacher. Der historische Witz bildete auchaus den Anfangsbuchstaben der Namen der Mit-glieder des ränkevollen Ministeriums unter demengl. König Karl II.: Clifsord, Ashley, Bucking-ham, Arlington u. Lauderdale das Wort Cab al.Daher cabaliren (fr. osdalsr), gegnerischesRänkeschmieden.

Cabaletta (ital.), in der italienischen Musikder in einem größeren Tonstncke, besonders einerArie, vorkommende, vorzüglich cantable u. demGehör schmeichelnde Zwischensatz. Er findet sichgewöhnlich zweimal in einem Stücke u. wird daserste Mal streng, das zweite Mal frei vorgetragen.Die C. kommt auch selbständig vor.

Oabslium über, so v. w. 6ompsnäinm.

Caballero (span.), Cavalier.

Caballero, Fernan, s. n. Böhl v. Faber 2).

Csbsüus (mittellat.), Pferd.

lisbsns (fr.), 1) Hütte; einzeln stehendes Haus;daher heißen in der Vendee Cabaniers dieBauern, welche meist in einzelnen, von Gräbenumzogenen Häusern wohnen. 2) Die Cajllte anskleinen Schiffen. 3) Bedeckter Kahn, auf der Loireabwärts bis Nantes; wird nach der Fahrt verkauft.

Cabanel, Alexandre, sranz. Historienmalerder Gegenwart, geb. 28. Sept. 1823 in Mont-pellier; besuchte das Atelier Picots, debütirte 1844im Pariser Salon mit einem Christus am Öl-Lerge, erhielt 1845 den großen römischen Preisn. ging nach Italien. Von dort zurückgekehrt,malte er von 185053 n. a. einen Hl. Johannes,den Tod Moses, eine Velleda, die Zwölf Monateim Stadthause, den Christi. Märtyrer, die Ver-berrlichnng des hl. Ludwig, Herbstabend (1855),Othello, seine Schlachten erzählend, Michel Angelo,Aglae (1859), Maria Magdalena, Faun, eineNymphe raubend, den Dichter Florentin, die Ge-burt der Venus, Adam u. Eva unter dem Baumeder Erkenntniß (Maximilianeum in München),Triumph der Flora rc. u. zahlreiche treffliche Por-träts, darunter das Napoleons III. C. ist seit1863 Mitglied der Akademie u. seit 1864 Prof,an der Looks äss Lssux-Lito. Seine Hanpter-folge verdankt er jenen Bildern, worin er die