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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
Seite
334
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Z34 ^ssaoeus -

den 90 Arten SAmerikas sind zu nennen: L.erassikoUa D<7., deren Rinde unter dem NamenkMapara. Llantvoa als Mittel gegen den Biß derKlapperschlange berühmt ist; dieselbe soll auch, so-wie die Rinde anderer Arten, mit der 6ortexXloornogns identisch sein, welche früher alsHanpt-mitlel gegen Lungenschwindsucht in Gebrauch war.6. spieata enthält in Rinde u. Holz sehrviel Tannin; dieselben dienen daher znm Gerbenu. als adstringirendes Arzneimittel. Engter.

özssaceus (Üz'ssinrw, Lzcssoiäons), flannifederig;daher 6/ssacvi, so v. w. Moderpilze.

Byssokith, feinfaserige Varietät des Strahl-steins, eine Art Hornblende (s. d.).

Byssns (Bart der Muscheln, Muschelfäden, Mn-schelseide), lange biegsame Fäden, welche von ge-wissen Muscheln zum Behufs ihrer Befestigungoder zum Nestbane gesponnen werden. Bei dereßbaren Mießmnschel z. B. liegt die B-drllse amGrunde des Fußes; beim Spinnen drückt dasThier die Spinnplatte des Fußes auf die B-drüse, beim Znrückziehen desselben wird dann deraus der Drüse herausgedrückte Klebstoff zu einemFaden ausgezogeu. Daun wird das Vorderendedes noch weiche» Fadens au irgend einen Körperangeheftet. Die Gesammtheit aller Fäden bildetdann den Bart oder B. Dieser ist bei derMießmnschel nur grob, bei der Steckmnschel da-gegen sehr fein, glänzend, seidenartig. In Unter-Italien werden aus Mnschelseide mancherlei Ge-flechte n. Webereien, Handschuhe u. dgl. angefertigt,freilich mehr der Curiosität wegen, als daß cs einbesonderer cultivirter Erwerbszweig wäre. Th-m°.

Byssus (gr.), die Baumwolle aus Indien undÄgypten, von mehreren Gattungen des Ooso^pinwgewonnen. Die daraus in Griechenland gefertigtenZeuge hießen Sindones und waren sehr kostbar.Auch in Elis u. Achaia wuchs B. Vgl. Förster,De d)'8so vet., Lond. 1776; Fabbroni, Osl bom-bier o cksl biss» äsM antnobi, Perugia 1782.

Bythistes, in der Griechischen Kirche der Geist-liche, welcher den Täufling unter Wasser taucht.

Byström, Johann Niklas, schwed. Bild-hauer, geb. 18. Decbr. 1783 zu Philippstadt inSchweden; war anfangs Kaufmann, seit 1803 inStockholm Bildhauer; er ging, nachdem er sich beiSergel vorgebildet hatte, 1810 nach Nom, schufdort seinen trunken schlafenden Bacchanten, lebte181521 in Stockholm, wo er die Kolossalstatuedes Kronprinzen u. die Marmorstatuen Karls X.,XI. n. XII. aufführte, u. kehrte dann wieder nachRom zurück; seit 1829 nahm er seinen festenWohnsitz in Stockholm, besuchte 1835 Rom noch-mals u. st. daselbst 12. März 1848. Bon seinenmeist pikanten u. lebendigen Arbeiten sind die be-kanntesten: Eine trunkene Bacchantin; Der be-rauschte Amor; Venus im Begriff ins Bad zusteigen; Karl XII. in Kolossalgröße; Lome imMorgenkleide; Juno schlafend den Hercules säugend;Harmonia mit Hymen u. Amor; 2 badende Jung-frauen; Victoria; Pandora; Christus, Liebe undReligion, in der Domkirche zu Linköping rc.

Negnet.*

Bythometrie (v. Gr.), Messung von Tiefen<BMos), entweder unmittelbar, z. B. durch dasSenkblei, oder durch Berechnung.

- Byzantiner.

Byzacene (a. Geogr.), Landschaft in Xkrie»propria, zwischen Zeugitana, Numidien, Gätulienu. dem Meere; Aufenthalt von wilden Thieren u.Schlangen; fruchtbar, im S. wegen Wassermangelsnicht angebaut. Unterabtheilnng Byzac rum (vonTacape bis zum Tnsca), mit der gleichnamigenHauptstadt der ganzen Landschaft, an der kleinenSyrte; jetzt der südliche Theil von Tunesien.

Byzantiner (Byzantinische Schriftsteller). Mitdiesem Namen bezeichnet man technisch die grie-chisch schreibenden Historiker vom Ausgange des4. Jahrh. n. Ehr. bis zum Ende des Byzantini-schen Reiches. Der Übergang vom Altgriechischenznm Mittclgriechischen, von der Antike zum christ-lichen Standpunkte bildet in der griechischen histo-rischen Literatur eine Reihe von Geschichtschreibern,die nur deshalb zu den B-ern gezählt werden,weil sie äußerlich zum Byzantinischen Reiche ge-hörten n. vorzugsweise dessen Geschichte behandel-ten, die aber innerlich noch mehr oder minder ander Antike hingen u. nach deren Mustern arbeiteten.Schroff heidnisch waren vor Allem die Begründerder letzten Schule hellenischer Historiker, Euna-pios u. Zosimos, denen sich dann Olympiodoros,Malchos, Priskos, Enstathios, für das 6. Jahrh.aber der berühmte Prokopios von Cäsarea undAgathias, u. noch für das 7. Jahrh. MenandrosProtektor u. Theophylaktos Simokatta anreihcn.Rücksicht auf antike Muster, historischer Sinn,fleißiges Studium ihrer Quellen, praktische Be-obachtung sind dieser Gruppe eigcnthümlich, derentüchtigste Schriftsteller Priskos u. Prokopios waren.Macht sich die Geschmacklosigkeit der Zeit bei dieserGruppe doch auch schon merkbar kenntlich, so fälltanderseits auch nach dem Zurücktreten der ausge-sprochenen Vorliebe für die heidnische Zeit nochbis auf Agathias das kühle Verhalten gegen dasChristenlhum auf. Völlig mönchisch u. durchausunhistorisch dagegen war die (565 578) vonJohannes Malalas verfaßte Weltchronik. Diespccifisch-byzantinische Literaturperiode beginnt mitdem 7. Jahrh. n. Ehr. Die wenig erfreulichen, fastüberall wiederkehrenden Charakterzüge der Historikerdes Byzantinischen Reiches sind nun namentlich:Mangel an Individualität u. Originalität, infolgedessen sie sich, sobald sie nicht Sclbsterlebtes undZeitgeschichte bieten, fast durchgängig auf Com-piliren u. Excerpircn aus bestimmten Vorgängernwerfen. Ferner dominirt infolge des schroff centrali-sirenden Byzantinismus bei den meisten die Ge-schichte des Hofes u. der Reichshauptstadt. Sobaldferner nicht etwa ein Kaiser, eine Prinzessin, einHochstehender Staatsmann od. ein hervorragenderKircheufürst als Historiker auftritt, dominirt beider zunehmenden Entfremdung der Literatur vomLeben der oft recht enge Gesichtspunkt der sehrhäufig geistlichen Schriftsteller: da gibt in derRegel die orthodox-dogmatische Stellung derselbendie Farbe her für das Urtheil über die namhaf-testen Männer der byzantinischen Geschichte. Nurwenige endlich dieser Schriftsteller erhielten sich dieFähigkeit, pragmatisch zu schreiben u. zugleich dasUnbedeutende von dem Wichtigen zu unterscheiden.Der antik-hellenische Charakterzug ist verschwun-den, die Sprache entzieht sich nicht dem Übergangezu dem volksthümlichen Mittel- u. Neugriechischen,