Druckschrift 
Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
Seite
330
Einzelbild herunterladen
 

330

Luxus

1630 Professor des Hebräischen u. 1647 der Theo-logie in Basel; st. das. 16. Ang. 1664. Er jchr.ein chaldäisches n. syrisches Wörterbuch, 1622, u.gab seines Vaters Concordanz u. Llaimonickislibor Ilorsir iflvvoeiiim, latein., Bas. 1629, her-aus. In seinem Streite mit L. Cappel (s. d.) ver-trat er die traditionelle Ansicht über das Alterder Vocalzeichen u. schr. gegen denselben sein L.traetabus äs prmotorum ori^ins, Basel 1648.

Luxus Einern. (Buchsbaum), Sträucher oderkleine Bäume aus der Familie der Lupiiorbiaeoas-Luxsas (XXI. 3), mit gegenständigen, lederartigen,immergrünen Blättern, kleinen, Lurch Verkümmer-ung des anderen Geschlechtes eingeschlechtigen, ein-häusigen, in dichten kurzen Ähren stehenden Blü-then; männliche Blüthen stets seitenständig, inder Achsel kleiner Tragblätter mit ungleich-vier-blätterigem Perigon u. 4 Staubblättern; weib-liche Blüthen terminal, am Grunde von 2 Blätt-chen umgeben, mit sünsblättcrigem Perigon, drei-fächerigem Fruchtknoten, 3 kurzen Griffeln undgroßen, seitenständigen Narben; Frucht eine drei-spitzige Kapsel mit zweisamigen Fächern. Arten:1) L. sompsrvirens L., in SEuropa u. demOrient verbreitet, sogar eigene Wälder bildend,in Deutschland in Thüringen (Schwarzethal) u.am Mittelrhein einheimisch. Man unterscheidet 2Varietäten, a) Der hochstämmige B. (Var.arborssasns), der eine Höhe von 5 m erreichtu. auch in Varietäten mit gelb u. weiß gestreiftenBlättern gezogen wird; derselbe wird als Grup-pen- oder Einzelpflanze in verschiedenen Ab-arten gern in den Ziergärten od. auch zu dichtenimmergrünen Hecken benutzt; sehr geschätzt ist dasHolz (Buchsbanmholz), das schwerste unter alle»europäischen Hölzern, blaßgelb, mit schönen Aderndurchzogen; das großstückige wird zu Flöten,Hautbois u. a. Blasinstrumenten gebraucht, daskleinere zu Kämmen (Buchsbaumkämme, beson-ders in Ronen u. Paris), Messergriffen, Löffeln,Gabeln, Zahnstocheretuis, Dosen, Kolben, Büch-sen ec., zu Fourniren verarbeitet; auch dient es,besonders auf die Hirnseite (hohe Kante) gestellt,zum Holzschnitte; es kommt vorzüglich aus Spa-nien, Frankreich n. der Levante, b) Zwerg-B.(niedriger B., Var. sntkrurieosa s. tinmitis);wird durch Setzlinge u. Ableger leicht fortgepflanzt,ist härter gegen die Kälte, als voriger, u. erreichtselten eine Höhe von mehr als 12 Fuß; erdiente, mehr sonst als jetzt, zur Einfassung vonGartenbeeten. Die Büsche werden in kleineZwcigezerrissen, an deren jedem noch ein Stück Wurzelhängt, nach der Schnur in Gräben gesetzt unddann begossen. Im ersten Jahre wird er garnicht, in den folgenden aber iin Frühling undSpätsommer mit der Schcere beschnitten. Der B.gedeiht leicht in jedem nicht zu dürftigen Bodenu. verträgt das Beschneiden gut. In manchenGegenden werden am Palmsonntag die Zweigean die Häuser gesteckt, weshalb er auch Palmgenannt wird. 2) 1!. baleariaa mit gefüll-

ten, lederartigen, länglichen, etwa 23 am lan-gen Blättern; auf den Balearen.

Engter.- (Giirtn.) Wolde.

Der Bnchsbaum war schon im frühen Alter-Ihmn wegen seiner Verwendbarkeit hoch geschätzt

- Bychow.

u., auf den Gebirgen des politischen Kleinasien inunermeßlicher Menge wuchernd, im Mittelalter inLen Händen der Genuesen ein rentabler Handels-artikel; jetzt ist er in den türkischen Gestaden desSchwarzen Meeres fast ganz ausgcrottet, u. nurdas russische Kaukasicn bietet noch Ausbeute.

Buzanyais, Stadt im Arr. Chätcauroux desfranz. Dep.Jndre; am Jndre n. an der Orleans-Bahn; Eisenwerke, Kauonengießerei; 4986 Ew.Jan. 1847 hier Aufstand wegen Theuernng, wo-bei mehrere Schlösser, Mühlen u. größere Be-sitzungen geplündert u. zerstört wurden.

Buzancy, Kantonshauptort im Arr. Vouziersdes Dep. Ardennen; Schloß mit Anlagen; 821 Ew.Hier 27. Ang. 1870 Reitergefecht zwischen Thei-len des 3. königl. sächs. Reiterregiments mit einerreitenden Batterie u. dem 12. sranz. Chasseur-Regiment, das geworfen wurde.

Buzias, Marktflecken im ungarischen ComitatTemes; Sitz der Bczirksbehörde; Mineralquellen,die schon den Römern unter dem Namen Ontumxutoi bekannt waren u. rein eisenhaltige Säuer-linge sind; 1675 Ew.

Buzrci (Buzizi), slavisches Geschlecht, dessenStammort B. das jetzige Neusitz bei Leipzig seinsoll. Aus diesem Geschlechte war Graf Dietrich I.von Wcttin (s. d.).

- Buzot, Franz Leonhard Nikolaus, Mit-glied der Gironde, geb. i760inEvreux; warDepu-lirter bei den Ltats gsnsranx u. in der National-Versammlung, stimmte mit der Partei der Giron-dins, flüchtete 1793, stiftete mehrere Ausständegegen die Schreckensherrschaft u. floh mit Petion(s. d.), irrte mit diesem eine Zeit lang umher, danntödteten sich Beide; man fand ihre Leichen auf demFelde, halb von Wölfen gefressen. Seine Anhän-ger hießen nach ihm Buzotisten.

Buzzard-Bai, Bai an der südl. Küste vonMassachusetts (Vereinigte Staaten von NAmerika),48 üm lang u. 11 üm breit u. durch die Elisa-beth-Inseln von dem Vineyard-Sund getrennt.

ö. V., Abkürzung für 1) bsns vals, lebe wohl!od. bons valsal, er lebe wohl! 2) Leus vixit,er h«t gut gelebt. 3) Lsata VirZo, die gebene-deite Jungfrau Maria. 4) Aus Recepten Lainsumvaxoris (Dampfbad).

Byblos (a. Geogr.), iu der Bibel Gebal,Stadt in Phönikien, nördl. von Beirut, am Meere;lag früher (Alt-B.) etwas südl. von der späterenStadt, am Anfänge eines Thals; war Residenzdes Königs Kinyras u. Hanptsitz des Adoniscul-tus, mit Tempel der Aphrodite. Anfangs war eSden Tyrern unterworfen, welche von daher ihrebesten Seeleute zogen, hatte dann eigene Herr-scher, welche unter Persien standen; Alexanderder Große nahm eS ein; in der folgenden Zeitgehörte es bald zu Ägypten, bald zu Syrien.Durch Pompejus kam B. unter die Herrschaft derRömer, die es zu klrooniaia prima schlugen.Hernach wurde B. Sitz eines Bischofs und kamspäter an die Saraceucn, denen es 1187 die Ge-nuesen abnahmen, dock eroberten es die Türkenbald wieder; jetzt Djebeil.

Bychow (Bykhow), Kreisstadt des russischenGouvernements Mohilew, am Dniepr; 6000 Ew.,wovon Juden.