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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Lutea — Butkow.

wo cr bis zur Landung des Prätendenten inSchottland 1745 blieb. Er begab sich nun nachLondon, wurde Günstling des Prinzen von Wales,dessen Erziehung er seit 1751 leitete, nach dessenThronbesteigung als Georg III. Mitglied des Ge-heimen Nathes, 1761 Staatssekretär u. Kanzlerder Schatzkammer; schloß als solcher 1763 denFrieden in Fontainebleau, machte sich aber da-durch und durch Begünstigung der Tories vieleFeinde u. zog sich 1772 von den Geschäften zu-rück; er st. 10. März 1792. B. schr.: Lotani-eal tadles, 9 Bde., ein botanisches Prachtwerksür die Königin von England, enthaltend die inGroßbritannien einheimischen Pflanzenfamilien.Von diesem Werke wurden nur 12 Exemplareabgezogen, welche er verschenkte.

kutos Lowb., Pflanzengattnng, benannt nach demVor., ansderFam.derI?api1ionallsaö-I?ÜLseo1sao-Lrzcksirmsas,, Bäume oder Sträucher mit winden-den, filzigen Ästen, Ztheiligen Blättern, prächtigengoldgelben oder feuerrothen, in zusammengesetztenTrauben oder Rispen stehenden Blüthen; Kelchgroß, lippensörmig; Blnmenkrone mit eiförmigerFahne u. großen, sehr stark gekrümmten, spitzenKähnchen; ein Staubblatt frei; Fruchtknoten mit2 Eichen, verlängertem Griffel u. kleiner Narbe;Frucht eine lederartige, längliche, an der Basisflache und nicht aufspringende, oberwärrs dicke,2klappige u. einsamige Hülse. Arten: L. kron-äosa Lowb., mäßig hoher Baum, mit orange-rothen, traubenständigen Blüthen, 1^—1^- cimlangen n. 4 cm breiten Hülsen u. 3 mm langen,bohncuförmigen, braunen Samen. 8. snpsrbaLowb.,Schlingstranch mit ebenso gefärbten Blüthen,aber breiteren Hülsen. Ans der verwundetenRinde beider tritt während der heißen Jahreszeitein rother Saft hervor, der an der Sonne zueinem rubinrothcn, rein adstringirenden Gummi(Kuni) erhärtet, das für das ostindische Kino ge-halten wurde, sich jedoch von dem echten durchden Mangel an eisenblänendem Gerbstoff unter-scheidet. Auch liefert 8. kronäoss, eine SorteKatechu, welche in 1IrA schweren Massen in denHandel kommt n. zum Schwarzfärben verwendetwird, während das Gummi mit Eisensalzen eineDauerhafte Tinte gibt. Die Zweige sind oft ganzmit Lackschildläusen bedeckt, daher auch von diesemBaume Gummilack gesammelt wird; die Samensind ein sehr geschätztes Wurmmittel. Engter.

Buteniew, Apollinar Petrowitsch, russ.Diplomat, geb. um 1790; begann seine Laufbahnim asiatischen Departement der auswärtigen An-gelegenheiten, wurde 1821 Legationssecretär inConstantinopel, 1828 zum Staatsrathe ernannt u.,nachdem er nach der Abberufung des Grasen Orloweinige Monate als Geschäftsträger in Constanti-nopel sungirt, 1830 selbst als außerordentlicherGesandter u. bevollmächtigter Minister Rußlandsdaselbst accreditirt. Seine Unterhandlungen inBetreff der Ausführung der Londoner Protokolleüber den Friedensvertrag vonAdrianopel (14. Sept.1829) n. über die Auswechselungen der weiterenBestimmungen dieses Friedens, die Verhandlungenüber die Offenhaltung des Schwarzen Meeres sürrussische Handclssahrzeuge und seine besonderestaatsmännische Thätigkeit bei dem Zustande-

kommen des Vertrages von Unkiar-Skelcssi, Defen-sivallianz zwischen Rußland n. der Pforte (8. Juli1833), sein andauerndes diplomatisches Wirkenfür den jungen Staat Griechenland, die Vermittel-ung bei den Conflicten zwischen der Pforte undIbrahim Pascha (1834), die Verhandlungen überdie Herabsetzung u. Auszahlung der Contribntions-gelder und über die Räumung Silistrias (1836)u. seine Bemühungen, 1839 den Frieden zwischender Pforte n. Mehemed Ali von Ägypten zuvermitteln, beförderten Rußlands Einfluß imDivan. Da er in der serbischen Fürstenfrage 1842eine Niederlage erlitt, erbat er seine Abberufungu. erhielt 1843 den russischen Gesandtschaftspostenin Rom, mit der Aufgabe, die Differenzen zwischenRußland u. Rom in Bezug auf die Verhältnisse derKatholischen Kirche in Rußland zur Ausgleichungzu bringen; es gelang ihm jedoch erst 1847, dasConcordat zwischen Rußland und Nom, über diehierarchisch-geistlichen Angelegenheiten der Rö-mischen Kirche im Russischen Reiche u. über Gründ-ung neuer katholischer Diöcesen in Rußland zumAbschluß zu bringen. Im August 1856 wurdeer zum zweiten Mal bevollmächtigter MinisterRußlands in Constantinopel u. kehrte 1858 nachPetersburg zurück, wo er seitdem Mitglied imReichsrathe war. L-igai."

kntso, so v. w. Bussard.

Bntjadinger- u. Stadlerland, Landstrichim Kreise Ovelgönne des Großherzogth. Olden-burg, zwischen der Wesermündung u. dem Jahde-busen. Das B. ist der nördliche, das L-tadlerlandder südliche Theil, beide getrennt durch die Hete;7Vogteien; 15,600 E.; der Boden ist fruchtbar, er-bringt viel Getreide; die Viehzucht ist bedeutend:Pferde, Rindvieh, Schafe (Butjadinger Schafe, s. u.Schafe), Schweine, die in sehr großer Zahl ansgc-führt werden; für die Industrie bleiben daher sehr-wenig Hände. Das Land muß nach drei Seitenhin gegen das Meer kämpfen u. hat von Über-schwemmungen, wie in den hohen Fluthjahren1717, 1786, 1792, sehr viel zu leiden. — Dieursprünglichen Einwohner dieses Landstriches warenChauken, denen Friesen folgten. Um den Besitzdieses Landes stritten lange Zeit die Erzbischöfevon Bremen, die Grafen von OFricsland unddie Grafen von Oldenburg. 1513 u. 1514 er-oberten es die Herzöge von Braunschweig, Hein-rich von Wolfenbüttel, Erich von Kalenberg undHeinrich von Zelle mit Hilfe des Grafen Jo-hann XIV. von Oldenburg, theilten cs durch dasLoos unter einander, u. der Graf von Oldenburgbekam das Stadlerland als brannschweig. Lehn.Bis 1523 erkaufte Oldenburg auch die librigenAntheile nach u. nach. 1667 fiel es nach Aus-sterben der Grafen von Oldenburg an Dänemarku. die Herzöge von Holstein-Glllckstadt, als ausdem Hause Oldenburg herstammend. 1773 trates Dänemark gegen Theile des jetzigen Holsteinwieder an Oldenburg ab.

Butkow, Peter Grigorjewitsch, russischerHistoriker n. Archäolog, geb. 1776 in Moskau;war als Regierungsbeamter in mehreren Provin-zen, zuletzt als Mitglied des Ministeriums desInnern zu St. Petersburg thätig; starb 12. De-cember 1857. Er war Mitglied der Petersburger