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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
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Vustamit

Eongreß zum Präsidenten erwählt wurde, aberdein Einflüsse der Demokratie weichen u. sich mitder Vicepräsidentenstelle begnügen mußte. Befehls-haber der gegen die Spanier aufgestellten Armee,richtete er sich nach Vertreibung derselben gegenden Präsidenten Guerrero, den er zum Niederlegendes Amtes nöthigte, u. wurde selbst I.Jan. 1830zum Präsidenten gewählt; aber als Anhänger derAltspanier u. Aristokraten unpopulär, wurde erdurch den Aufruhr Santa Annas, bei Puella ent-scheidend besiegt, gezwungen, die Präsidentschaft1833 anPedrazza abzugeben, n. aus Mexico ver-bannt. Nach der Vertreibung Santa Annas kehrteer 1838 nach Mexico zurück, dessen Präsidentschafter vom 25. Febr. 1837—1841 führte. Der Kriegmit Frankreich u. Aufstände der nördlichen Pro-vinzen, durch seine Centralisirungspläne veranlaßt,ließen ihn nicht zu einer ruhigen Verwaltung kom-men; die Auslegung der Consumtionssteuer machteihn verhaßt, so daß er 1841 abdankte und nachEuropa ging. B. st. 6. März 1853 in Mexico,ohne wieder politisch hervorgetreten zu sein.

Bustamit, Art Mangankiesel.

Bnstar (Dschugdulpur), Stadt im britischen Ge-biete Nagpur in Ostindien, am Jnderowytfluß;starkes Fort; 4—5000 Ew. Der Zemindar vonB., mit dem Titel Radscha, hat sehr ausgedehnteBesitzungen und zahlt eine jährliche Abgabe von5000 Rupien.

Büste (vom ital. Lnsto), Brustbild; plastischesKunstwerk aus Gold, Silber, Erz, Stein, Wachs,Marmor, Gips, Töpfererde rc., welches einenBildniß- oder Jdealkopf, mit seinem Theil derBrust oder auch des Unterleibes ganz darstellt u.auf einer Basis ruht. Die älteren B-n sindHermen, bei den Griechen häufig Ehrendenkmale,wie wieder in neuester Zeit die B-n in der Wal-halla (s. d.), bei den Römern integrirender Theilder Grabsteine. Die abgerundete Büsteuform kommterst unter den römischen Kaisern in Gebrauch. Sicwaren meist von Marmor, in Hercnlanmn vonBronze, sehr wenige aus Edelsteinen und edlenMetallen. Abbildungen derselben befinden sich,außer in Mnseographien u. den älteren Ikono-graphien von Fnlvio Ursini, Joh. Faber, Joh.Angela Canini, Bellori u. I. Gronov (in seinemLüesaurns antignit.Araso.), besonders in Visconti,loouograpüio auoiouns (griechische, Par. 1811,3 Bde.; römische, ebd. 1817—29, 4Bde.). Vgl.I. Gurlitt, Über antike Köpfe, Hermen n. Büsten,Magdeb. 1799; Desselben Versuch über die B-n-kunde, ebd. 1800.

Bllsti (auch Busto, Agostino, Bustino, Bambaja,Bambara u. Zarabara geheißen), italien. Bild-hauer ans dem Mailändischen, geb. 1470, gest.gegen 1550. B. ist weniger bekannt, als seinetrefflich ausgeführtcn Werke verdienen, in denener einem gesunden Materialismus huldigte. Haupt-werke: Grabmal Gastons de Foix in Sta. Mariain Mailand, das beim Abbruch der Kirche leiderzerstört ward (einzelne Theile davon im Museumdaselbst); ebenda das Denkmal dcs Lancino Curzio,vordem in St. Marco; Denkmal der FamilieMrago in St. Francesco; Altarwerk (Retable) inder Opferungskapelle des Domes u. Grabmal desCardinals Carracciolo. Regnet.

— Bute.

Busto Arsizio, Gemeinde in der ital. Pro-vinz Mailand, Bez. Gallarate, Eisenbahnstation;12,909 Ew.

Bustrophedon (gr.), 1) sich nach Art einespflügenden Ochsen einmal von der Linken zurRechten, dann von der Rechten zur Linken um-wendend. 2) Die bei den älteren Orientalen n.Griechen gebräuchliche, die Entstehung der Fnrcheauf jene Art nachahmendc Art zu schreiben; sowaren unter anderen Solons Gesetze und duSigcische Inschrift geschrieben, indem von derRechten zur Linken angefangen, dort umwendendvon der Linken zur Rechten und so fort geschrie-ben wurde.

Susiusmi (röm. Aut.), 1) Gladiatoren, welchebei solennen Leichenbestattnngcn am Scheiterhaufenkämpften. 2) Leute, welche Bestattungen der Lei-chen auf dein Verbrennungs- oder Begräbnißorte(Lnstum) besorgten.

kustum (lat.), 1) Ort, wo ein Todter verbranntu. beerdigt wurde. 2) So v. w. Grabmal.

Busuluk, Kreisstadt des russ. Gouv. Samara,am linkenUfer des gleichnamigen Flusses; 1 Kirche;mehrere Schulen; Fabriken; Bienen-u. Viehzucht;10,000 Ew. B., 1736 gegründet, Wad frühereine Festung.

Büsum, Marktflecken an der WKüste des schles-wig-holsteinischen Kreises Norder-Ditmarschen, anseiner 1588 eingedeichten u. dadurch landsest ge-wordenen Insel, wonach der sonst Nordtorp ge-nannte Ort den jetzigen Namen im 17. Jahrh.erhielt; Seebad; guter Hafen Seefahrt, Fischerei,namentlich Krabbenfang; Ackerbau und Viehzucht;850 Ew.

Butakow, Alexis Jwanowitsch, russischerAdmiral; rühmlichst bekannt durch seine Forschun-gen zur näheren Kenntniß des Aral-Sees und derunteren Flußbetten des Oxus u. Jaxartes, sowiedurch die Herstellung genauer Karten dieser Ge-biete. Die Resultate seiner Ausnahmen hat er indem Journal der Geographischen Gesellschaft vonLondon (1853 u. 1867) u. in der Zeitschrift fürErdkunde zu Berlin (1858 n. 1866) mitgethcilt.Er starb 11. Juni 1869 ans einer Erholungsreisein Deutschland.

Butan, s. Bhotan.

Bute, 1) Grafschaft (Stewartry) in SSchott-land; lauter Inseln (B., Arran, Jnch-Marnochsmit Leuchthurmj, Great- n. Little - Cnmbrae);582„ IMm ( 10,5 UM); 16,977 Ew. 2) Inselhier, im Clyde Früh, durch den Kanal Kyles ofB. von der Grafschaft Argyleshire getrennt; etwa125 HHKm; 11,000 Ew.; sehr fruchtbar; Klimafeucht, aber gesund, das Thermometer fällt seltenunter Null; zwei Häfen: Rothesay n. Kerryerey;Ruinen eines falten Druidentempels; Landbau(Kartoffeln, Hafer); Häringsfang. B. ist dasVaterland der Stuarts u. gibt einer Linie desHamiltonschen Hauses den Grafentitel. Die Haupt-stadt ist Rothesay, von welcher der Prinz vonWales den Herzogstitel führt, an der Bai B.

Bute, John Stuart, Earl of B., brit.Staatsmann, geb. 1713 in Schottland; wurde1737 von der schottischen Peerage in das Oberhausgeschickt, aber als Gegner der Minister 1741 nichtwieder gewählt u. zog sich auf seine Güter zurück,