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Busson —
gleich als Lineal dient, gezogene Linie dem mag-netischen Meridian. Trägt man hieran noch diebekannte magnetische Abweichung (Declination)des Ortes, so ergibt sich die wirkliche (geographi-sche) Mittagslinie. Wimmenauer I,.
Bufson, Charles, franz. Landschaftsmalerder Gegenwart, ans Montoire (Loire-et-Cher), einSchüler von Remont u. Fran^ais; zeigt in seinenBildern einen großen Zug der Terrainlinien,schöne Beleuchtung n. poetische Auffassung. Werke:Sonnenaufgang auf dem Meere; Nachdem Regen;Jagd im Moor. Regnet.
Bnstordeii, im Allgemeinen alle Mönchs-Hl.Klosterfranenorden, sofern die Bnßidee dem ge-summten Mönchswesen zu Grunde liegt, aber bes.jene Vereine mit feierlichen od. einfachen Gelübden,die nach bestimmten Regeln lebend, betend, guteWerke übend begangene Sünden abznünßen undvor künftigen Sünden sich zu bewahren trachten.Sie zerfallen in: 1) Religiösen u. Klosterfrauenvon der Buße der heiligen Magdalena, schonwährend der Krenzzüge in Deutschland gestiftet u.dann unter verschiedenen Formen überall nach-geahmt, bes. um entsittlichte Frauen u. Mädchenzu bessern u. sittlich Bedrohte der Verführung zuentreißen; gemeinsames Leben mit der Clausur,unter strenger Aufsicht, geordnetes Gebet, Arbeit-samkeit, Unterricht in Religion n. weltlichen Kennt-nissen, daneben Kranken- u. Armenpflege warendie Hanptmittel der Buße u. Besserung; Trachtverschieden. Sie standen unter Leitung von Religiö-sen derselben Regel oder der Ordinarien, artetenspäter aus, wurden gewöhnliche Frauenklöster undwaren schon nahezu verschwunden, bis sie in derneuesten Zeit wieder anftanchten. So bestehen inPrenß.-Schlesien (Diöcese Breslau) noch 2 Nieder-lassungen der Magdalenerinnen von der Buße,welche 1873 49 Mitglieder zählten, für Kranken-pflege n. Elementarunterricht. 2) Büßerschastcn,kurz nach den Bettelorden entstandene Vereinemit gemeinschaftlichen Kirchen, Gottesäckern, Fah-nen, unter bestimmter Regel laut einfachen Ge-lübden zu bestimmten asketischen u. milden Zweckenlebend, moralische Personen mit einer Ordens-tracht, die gleich im Schnitte, aber nach verschiede-nen Congregationen in den Farben verschiedenist, so daß es Schwarze, Rothe, Braune, Graue,Grüne, Weiße, Veilchenblaue, Bunte Büßer gibt.Ein bis znm Knöchel reichender enger Rock vonSerge oder Leinwand ist mit Leder oder Strickengegürtet, hat eine gerade emporstehende, spitze,auch das ganze Gesicht bedeckende Kapuze mit2 Löchern für die Augen; Schuhe oder Sandalen.Sie stehen unter den Ordinarien oder haben Welt-u. Ordensgeistliche zu Führern. Bes. in Frank-reich. 3) B. des St. Franz, 1220 gestiftet vonSt. Franz von Assisi u. mit einer Regel beschenkt,wonach die Leute in ihren Familien u. bei ihrenGeschäften bleiben, jede beliebige grobe Kleidungtragen, mit Ausnahme von Weiß n. Schwarz,keilte Waffen führen, Spiel u. Üppigkeiten mei-den, an bestimmten Tagen fasten u. einen grauenoder braunen Nock von Serge mit einem Strick-gürrel unter ihrer bürgerlichen Kleidung tragenwüten. Dieses Muster aller späteren zahllosenBrüderschaften (Confraternitäten) erhielt erst 1289
Bußordcn.
von Nikolaus IV. Bestätigung, nachdem der B.über ganz Europa sich zahlreich verbreitet hatte.In allen katholischen Ländern blüht er noch jetztin mancherlei Abarten u. steigerte sich schon früh zueigentlichem Mönchswesen durch gemeinschaftlichesLeben n. feierliche Gelübde, zu rcgulirten Tcrtia-ricn, wie 4) Bußfertige Religiösen des 3. Ordensdes St. Franz, mit allen Vorrechten der Bettel»orden begabt; Tracht: grauer Nock mit weißemStrickgürtel, eine vorn u. hinten spitze Mozette,woran eine Kapuze befestigt ist, beim Ausgehenein grauer Mantel u. breiter schwarzer Hut; ander Kinnspitze lassen sie ein wenig Bart stehen.Der Orden theilte sich in die Congregationen derLombardei, Siciliens, Dalmatiens, Istriens, vonZepparen, Deutschlands, Böhmens, Ungarns, Eng-lands, Irlands, Rheinlands, Dänemarks, Schwe-dens, Spaniens, Portugals (hier Gute Leute vonCaria genannt), Frankreichs rc., mit Tausendenvon Klöstern, vielen Nüanccn in Tracht, Statu-ten, Hinneigung zur milderen oder strengerenObservanz des 1. Ordens, mit rein asketischemoder der Mitwelt nützlichem Streben. Die Re-formation u. die Revolutionen machten der Mehr-zahl ein Ende. 5) Religiosinnen des tz. Ordensdes St. Franz, gestiftet 1226—31 von Sta. Eli-sabeth von Thüringen, weltliche Tertiaricrinnen,ohne Clausur n. feierliche Gelübde, welche sich alswohlthuende Vereine für Hospitalität, Armenver-sorgung u. Unterricht über die ganze Welt ver-breiteten, in Tracht u. Regelstrenge sehr mannig-fach lebten n. später größtcntheils in regnlirteTertiarierinnen sich verwandelten, in DeutschlandElisabethinerinnen, in Frankreich Schwestern vonder Zelle, andere Schwestern von Im laillo sichnannten. 6) Schwestern der Buße u. christlichenLiebe vom 3. Orden des hl. Franciscus aus demMntterhanse Heithuizen (Holland), gestiftet 1834.Es bestanden 1873 in Westfalen, der Rheinprovinzn. Preußen (Diöcesen Münster, Köln, Trier n.Kulm) noch 22 Niederlassungen mit 352 Mitglie-dern, deren Zweck u. Hauptbeschäftigung ist: Er-ziehung n. Unterricht der Jugend u. Kranken-pflege nebst Sorge für Nothleidende. 7) Regu-lirte Klosterfrauen des 3. Ordens des St. Franz,gestiftet 1395 zu Foligni von Angiolina Li Cor»baro u. im 16. Jahrh. bereits über 150 Klösterin Italien, Deutschland, Frankreich rc. verbreitet,unter Len Ordinarien oder im Verbände mit dem1. Orden lebend, strengerer od. milderer Observa-tion folgend. Der B. blüht noch jetzt in Deutsch-land u. Oesterreich u. widmet sich der Kranken-pflege, Armenversorgung und dem Unterrichte;Tracht: Rock u. Scapulier braun, weißer Strick-gllrtel mit 5 Knoten, Wimpel u. Wichel weiß,tief bis an die Angen herab ein großer schwarzerWichel darüber, bei Cereinonien ein braunerMantel. 8) Hospitaliterinnen des 3. Ordens;Zeit der Stiftung unbekannt, 1483 neu geordnetin Congregationen; Zweck wie bei den Elisabethi-nerinnen; Tracht verschieden, schwarz, braun,blau, bes. grau mit weiß. Die strengste Obser-vanz in Belgien trägt seit 1604 braun, ist weitverbreitet u. jetzt noch blühend. 9) Recollectinnendes 3. Ordens des St. Franz. Von diesen be-standen 1873 in der Preuß. Rheinprovinz (Diöcese