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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
Entstehung
Seite
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Brccknock — Brc'derode.

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Seiden- u. Stahlwaaren; 1660 Ew. B. war wieder-holt von großen Fcncrsbrünsten heimgesucht.

Brcckuock, 1) Grafschaft im südl. Theil desengl. Flirsteuthums Wales; grenzt im N. an dieGrafschaft Raonor, im W. an Cardigan u. Caer-marthen, im S. an Glamorgan und Monmouth(England), im O. an Monmouth und Heresord(England); 1954,g Hjbm Flächeninhalt, znm Theilödes u. wüstes Land. Gebirge: Black-Mountainsod. Fothoc (höchste Spitzen: Van od. B. Beacons800 in, Capellante Mountains 743 m, PenycaderFawr 848 in); Ackerbau u. Viehzucht; Bergbauauf Eisen, Blei, Kupfer, Steinkohlen; Wollen-u. Halbmollenmanufacturen, Strumpfwirkereien;59,901 Ew., was eine Abnahme von3pCt. gegendie Bevölkerung von 1861 ergibt. — Die Graf-schaft wurde unter Wilhelm dem Rothen von Bern-hard von Neumarck den Cambriern abgenommcn;von diesem erhielt sie mit Bernhards Tochter, Si-bylla, der Graf Milo v. Herford; nachdem sieandere Familien besessen, kam sie an die Straf-forüs u. dann an die Krone. 2) (Brecon) UralteHauptstadt darin, malerisch gelegen am Zusammen-flüsse des Usk mit dem Honddu (daher auch derBeiname Abcrhonddu), durch einen Kanal bisNewport mit dem Meere verbunden; Ruinen einesalten Schlosses (Ely-Tower); schöne Kirchen, dar-unter Johannis-, Marien- u. Davidkirche; Christ-church College (ehemaliges Dominicanerkloster),mit einer Piss Aiammar svbool verbunden; Zeug-haus; Leinenwebcrei, Strumpswirkerei; Handel;6308 Ew.

Breda, 1) ehemal. Baronie in der niederländ.Provinz NBrabanr; begriff unter anderen dieMarkgrafschast Bergen op Zoom u. die GrafschaftHoogstrateu. Die Barone von B. waren ein an-gesehenes Geschlecht in Brabant. 1203 kam dieBaronie B. an Brabant, u. 1212 besaß sie Gott-fried von Bergen als Brabanter Lehn; 1280 star-ben die Besitzer im Mannsstamme aus, und nunwurde 1287 die Baronie unter Gottfrieds Ur-enkelinnen vertheilt und kam durch verschiedeneHände endlich 1351 an Las Haus Nassau. 2) Haupt-stadt darin, au der Mark u. au der Aa, bis 1870Festung; gehörte als solche zur Linie Gertruiden-burg, Mark n. Nooüe Vaart; die Umgebung konnteunter Wasser gesetzt werden; schöne protestantischeKirche mit dem Grabmal des Grafen Engelbert II.von Nassau (st. 1504), von Michel Angelo ver-fertigt, 3 katholische Kirchen; Militärakademie indem alten Schloß; durch Eisenbahnen mitNozen-daal, Tilburg, dem Moerdyk und Rotterdam unddurch einen Kanal mit der Maas in Verbindunggesetzt; Fabrikation : Wollcnzeuge, Teppiche, Tape-ten, Leder, Bier; 14,765 Ew. — B., anfangs einFlecken/ bekam 1252 vom Herzog Heinrich Stadt-rechte, aber erst Heinrich von Nassau umgab sie1534 mit Mauern, befestigte sie u. erneuerte 1536das Schloß. Hier Unterzeichneten 16. Februar1566 16 niederländische ELcllcute das sog. V°erCompromiß, eine Bittschrift, in welcher um Ab-stellung der vom König Philipp II. zufolge derTrideiuiner Kirchcnbeschlnsse geschärften Neligions-edicle n. um Aufhebung der Inquisition gebetenward. Dieses Actenstück unterschrieben nach undnach 400 niederländische Edcllente, n. daraus ent-

stand der sog. Verbonä cksr Pckvlcm. 1575 fandin B. der Congreß zwischen Spanien u. Len Nieder-ländern statt (s. Niederlande, Gesch.). Herzog Albabesetzte B. für Spanien, doch übergab die spanischeBesatzung 1577 die Stadt den Niederländern.Nachdem sie 1581 durch den Verrath des BaronsFresin, der als Kriegsgefangener hier war, wiederau Spanien gekommen war, nahmen sie die Nie-derländer 1590 unter Moritz von Nassau durchList wieder, indem sie B. durch 70 Soldaten, diein einem Torfschiffe versteckt waren überraschten.1625 eroberte Spinola B. nach einer lOmouar-lichen Belagerung wieder für Spanien; doch kamdie Stadt 1637 durch Friedrich Heinrich von Dra-men wieder an die Niederländer. In B. schlossen31. Juli 1667 England, Holland, Frankreich undDänemark Frieden, wodurch der seit 1664 wegenGuinea geführte Krieg beendet wurde. 1746 und1747 wurde hier wieder ein Congreß zur Ver-mittelung des Friedens zwischen Frankreich, Hol-land und England gehalten, doch hatte er keinResultat (s. Österreichischer Erbfolgckrieg). Am 25.Febr. 1793 wurde B. von Dnmouriez für Frank-reich erobert, zwar schon den 3. April den Ver-bündeten wieder eingeräumt, aber im Aug. 1794von Pichegru berannt u. am 27. Dec. die Linienvor B. von demselben gesprengt. Da die Fran-zosen B. 1813 nicht stark besetzt hatten, bemäch-tigte sich der russische General v. Benkendorf MitteDec. 1813 B-s, welchem es abzunehmen die Fran-zosen 20. u. 21. Dec. einen vergeblichen Versuchmachten u. nach dem Gefechte von B., eom preu-ßischen General von Krasft angegriffen, wiederabzogen. Wenzelburger.«

Breda, Karl Friedrich v., königl. schweb.Hofmaler, geb. 1755 zu Stockholm, gest. das.1818; lernte bei Reynolds und nahm van Dyckzum Vorbild. Seine Porträts sind üi großemStil gehalten u. trefflich gefärbt.

Breda-Huhn, eine in Holland heimische Race,mit robustem Körper, hochgestellten, etwas befie-derten Füßen, kleinern Federbüschcl auf dem Kopseu. hornartiger Vertiefung an Stelle des Kammes.Es gibt schwarze (gewöhnlich die kräftigsten undgrößten), weiße u. graue B.-Hühner; sie sind guteLeger, aber schlechte Brüter.

Brederode, niederländisches Geschlecht, von denGrafen von Holland stammend; besaß große Güter,besonders an der Maas und Nonne, Las LanL-richteramt in Kennemerland. Nach ihnen wurdedas 1010 von Sieghard erbaute, später zerstörteStammhaus B. in NHolland bei Haarlem genannt.Merkwürdig ist besonders: Heinrich, Graf vonB., geb. 1531 in Brüssel; betheiligte sich bei denniederländ. Unruhen und veranlaßte das BredaerCompromiß (s. Breda 2), mußte aber endlichfliehen. In seinem Schlosse Culcmborg wurdevon den Aufständischen der Name Geusen ange-nommen; er floh vor Alba nach Deutschland u.st. 16. Febr. 1568 auf Schloß Harenburg in Reck-linghausen (s. Niederlande, Gesch.). Seine Güterwurden später durch die Genter Pacification seinerTochter Gertrude zurückgegeben; diese starb ohneErben, n. die Güter fielen an die durch Rynalds(st. 1556) jüngeren Bruder entstandene jüngereLinie,nach Anssterbeu derselben (1769) an dieGrafcn v.d.