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Bd. 4 (1876) Brasilienholz - Chopersk
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Bravo-Murillo — Bray.

die Regierung SantanaS. Nachdem er nocb denKrieg gegen Texas auf Seite Mexicos mitgemacht,zog er sich in die Einsamkeit des Privatlebensin einer kleinen Stadt der Ver. Staaten zurück.

Bravo-Murillo, 1) Juan, span. Staats'mann, geb. im Juni 1803 zu Frejenal px laSierra; studirte anfangs Theologie, wandte sichjedoch später den Rechtswissenschaften zu u. wurde1825 in Sevilla Advocat; 1832 trat er in denStaatsdienst, gab jedoch 1835, als die Progressistenans Ruder kamen, seine Stelle als Fiscal inCaceres auf n. kam nach Madrid, um hier theilsals Advocat zu prakticiren, theils mit Pachcco,dem nachherigen Minister, ein neues juristischesBlatt, Lcäetin äs zurispruäsnoia, ins Leben zurufen; er wurde hierauf kurze Zeit Secretär imJustizministerium u., nachdem er infolge der Re-volution von La Granja (12. Aug. 1836) wiederaus dem Staatsdienste getreten, Mitarbeiter anL dem von ihm zur Opposition gegen die Progres-sistenpartei gegründeten Blatte M korvenir; 1837'' trat er für Sevilla u., nachdem er nach Auflösung derCortes im klloto seine Opposition fortgesetzt, 1839. ^ für Avila in die Cortes, wo er nicht nur Haupt-s redner, sondern' auch Führer der Moderados war.l Als 1840 die Umsturzbewegung in Madrid aus-l brach, ging er, durch eine Verschwörung gegen die) Regentschaft compromittirt, nach Frankreich, von wo1 er erst nach dem Sturze Esparteros Juli 1843 nachl Madrid znrückkehrte, um seine advocatorische Thä-tigkeit wieder aufzunehmen. 1847 trat er insMinisterium Sotomayor u. verwaltete vom 25. Jan.a bis Ende Marz das Jnstizdepartement, wurde imh Nov. dess. I. zum zweiten Mal ins Cabinet be-^ rufen, um die Portefeuilles des Unterrichtes, desH Handels u. der öffentlichen Bauten zu übernehmen,s H u. behielt auch bei der abermaligen Ministerver-l sü änderung im Dec. diese 3 Departements. Ims ^ August 1849 übernahm er die Verwaltung der! P Finanzen u. trat 28. Nov. 1850 ab, wurde jedoch7? nach kurzer Unthätigkeit mit der Bildung eines neuen'(I Ministeriums betraut, in welchem er 1851 denVorsitz^ übernahm, den er aber schon 1852, in seiner Stell-ung bei der Königin untergraben, an den Ge-Ä neral Lersundi abgeben mußte; er erhielt die Ver-Z walMng der überseeischen Besitzungen, wurde aberdurch die Revolution vom Juni 1854 gezwungen,ilr das Land zu verlassen. Erst als Narvaez 1856wieder ans Ruder kam, kehrte B. in sein Vater-H land zurück u. bot der Königin seine Dienste an,Ä die ihn von da ab auch mehrfach mit diploma-tischen Missionen betraute. Er st. Mitte Januar1873, ohne sonst noch politisch thätig gewesen zusein, oder gar eine politische Rolle gespielt zu haben.2) Don Luis Gonzalez, span. Minister, geb.1811 in Cadiz; studirte die Rechte in Alcala deHenares u. ließ sich in Madrid als Advocat nieder.Ansangs Exaltado ».noch 1840 Gegner der KöniginChristine, wurde er nachher ihr Parteigänger u. tratendlich ganz auf die Seite der Moderados, so daßer Ende 1843, nach dem Sturze des MinisteriumsOlozaga, Ministerpräsident u. Minister des Aus-wärtigen wurde; infolge der seit der Rückkehr derKönigin-Mutter immer zunehmenden Reaction trater Ende April 1844 ab (s. Spanien) u. ging alsGesandter nach Lissabon, wo er bis 1847 blieb;

dann verdächtig, gegen das Ministerium intriguirtzu haben, wurde er 1848 verhaftet u. nach Cadizgebracht. Im August entlassen, wendete er sichnach Frankreich, kehrte aber 1849 nach Spanienzurück und hatte Ende Jan. 1850 ein Duell mitdem Abgeordneten Rios Rosas, welcher verletzendeÄußerungen über ihn in der Kammer gethanhatte, wobei er schwer verwundet wurde. NachO'Donnells Sturz 1854 wurde er wieder Ge-sandter in Lissabon. Nachher spielte er wieder eineZeit lang den Liberalen u. wurde 16. Sept. 1864 indem Ministerium des Herzogs v. Valencia Ministerdes Innern, trat aber im Juli 1865 mit denMinistern zurück, u. im Juli 1866 übernahm erunter dem Herzog v. Valencia das frühere Porte-feuille wieder u. wurde nach dem Tode des Herzogs24. April 1868 zugleich Ministerpräsident. BeimBeginne der Revolution im Sept. 1868 entließ ihndie Königin von S. Sebastian aus am 20. Sept.,worauf er sich nach Bayonne wandte ». schließlichnoch ins Lager der Carlisten überging. Er st.2. Sept. 1871 zu Biarritz. L°gai.-

Bravour (fr.), 1) eigentlich Tapferkeit, Stärke.2) Kühnheit u. Ausdauer in der Production einesKunstwerkes, befand, im Vortrage eines Musik-stückes; daher Bravourarie (B-gesang), einenur für sehr geschickte Sänger ausführbare,brillante Arie.

Brawe, Joachim Wilhelm, Freiherr vou^deutscher Dramatiker, geb. 4. April 1738 zuWeißenfels; studirte die Rechte; st., im Begriffeals Regierungsrath nach Merseburg überzusiedeln,7. April 1758. Er schr. die Trauerspiele: DerFreigeist, Berl. 1758; Brutus (das erste deutscheDrama in 5füßigen reimlosen Jamben), herausg.von Karl Lessing, Berl. 1768.

Braxton, County im Nordamerika,,. Unions-staate WVirginia, u. 38° n. B. u. 80° w. L.;6480 Ew.; Countysitz: Sutton.

Brat), ehemalige Landschaft in der franz. Prov.Normandie, jetzt das Arr. Neufchatel im Depart.Seine inferieure bildend; waldig und gebirgig,schönes Weideland; bedeutende Viehzucht.

Bray, altes, ritterschaftliches Geschlecht vonnormännischer Abkunft, vormals in der Normandie,jetzt in Bayern mit dem Majorat Steinburg-Jrlbach begütert, 1813 in Len Grafeustand er-hoben und der katholischen Confessio,, folgend.1) Graf Franz Gabriel, geb. 25. Dec. 1765zu Rouen; wurde Malteser-Ritter u. machte einenZug gegen Algier, kam 1789 zur franz. Gesandt-schaft in Regeusburg, nach Ausbruch der Revo-lution als Geschäftsträger des Malteserordens, trat1799 in bayerische Dienste, wurde bayerischer Le-gationsrath am Reichstage, später Gesandter inBerlin u. 1308 in Petersburg; ward 1813 in denGrafenstand erhoben, 1817 Staatsrath, 1819Reichsrath, 1820 Gesandter in Paris u. 1827 inWien u. resignirte 1831; er st. 3. Sept. 1832 aufseinem Gute Irlbach bei Straubing. B. schr.;Hollands Staatsverfassuug bis 1795, a. d. Franz,von Kaiser, Hof 1796; Vo^gAs nur valinss äsZalrdourA st äs UviebsviiLlI, Berl. 1807, 2. A.,1808, als pittorssguss ste., 6 Hefte,

ebd. 1825; Lssai eritigus sur I'siistoirs äs Io.lüvonis ste., Dorp. 1817, 3 Bde. 2) Otto