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Braunschweiqcr Grün — Brausehahn.
als Generallieutenant in dänische Dienste, wurdeGencralinspecteur der Infanterie, Gouverneur vonRendsburg u. 1773 von Kopenhagen, legte dieseStelle 1784 nieder u. wurde Feldmarschall. Er-lebte dann in Glücksburg; st. 1809. Mit ihmerlosch die Linie B.-B.
Brannschweiger Grün, grüne Malerfarbe,die in Form eines lockeren Pulvers in den Handelkommt u. im Wesentlichen aus basisch kohlensauremKupseroxyd besteht. Man erhält es, indem maneine Lösung von Kupfervitriol in Wasser mit einerAuflösung von kohlensaurem Natron oder mitkohlensaurem Kalk zersetzt u. den Niederschlag mitheißem Wasser auswäscht u. trocknet. Die ver-schiedenen Nllancen (Nummern) des Handels wer-den durch Mischen desselben mit weißen Farb-stoffen (Schwerspath, Zinkweiß, Gips) erhalten.Unter demselben Namen stellte man früher inBraunschweig eine Farbe dar, die aus basischemChlorkupfer bestand, indem man Kupferbleche mitSalzsäure oder Salmiaklösung besprengt der Luftaussetzte. Das B. G. ist, wie alle Knpserver-bindungen, giftig; cs ist bei seiner Anwendungum so mehr Borsicht geboten, als es öfter mitdeni äußerst gistigen Schweinfurter Grün vermischtWird. HrM.
Braunschwciger Mumme, ein von ChristianMumme zu Braunschweig 1492 erfundenes undhier gebrautes süßlich-bitteres u. vcrhältnißmäßignahrhaftes Bier von dunkelbrauner Farbe. Manunterscheidet: die doppelte oder Siffs- u. die ein-fache oder Stadtmumme.
Braunschweigische Eisenbahnen (1874/5):Länge 331 km. Anzahl der Locomoliven 158,der Personenwagen 224, der Güterwagen 2275.Einnahme (1874) 3,677,652 Thlr. Benennungder Linien: Pr. Grenze bei Vechelde-Braunschw.-Wolsenbüttcl - Oscherslebcn (84,«« km); Pr. Gr.bei Hvlzminden - Kreiensen - Börssum - Jerxheim-Schöningen-Helmstedt (152,„); Secsen-Gr. beiGittelde (15,„ km); Wolfenbüttel-Harzburg (33^gkm); Braunschweig-Königslutter-Helmstedt (41,„km); Büddelstedt-Trendclbusch (Kohlenb., 3 ,,2 km).Inbetriebsetzung 1 . Dec. 1838 Braunschw.-Wolfen-büttel. Anlagccapital bei der Gründung 513,000Thlr.; heutiges Anlagccapital 30,117,600 Thlr.Privatverwaltung seit 1869, vorher Staatsbahn;Directionssitz: Braunschweig.
Braunschweigisches Stadtrecht, Stadt-recht der Stadt Brauuschweig; besteht ans meh-reren Aufzeichnungen, die mit dem 13. Jahrh.anfangen. Die ältesten u. die Bezeichnung: Datbescrevene recht, beruht vielleicht zum größerenTheil auf einem Freiheitsbriefe des Herzogs Otto I.von 1227 (abgedruckt inr 4. Bde. der Origsinosxrwlüeas) u. bildet auch in sprachlicher Hinsichtein wichtiges Dokument der altniederdeutschenSprache. Ein Willkürenbuch von 1402, mitge-theilt im 3. Bde. von Leibniz' Lerlpborss rsrumbrrmsvic:., enthält nur eine dem Ende des 14. Jahrh.angehörige Privatarbeit, obwol man sie zuweilensllr mit der ersten Aufzeichnung gleichzeitig er-achtet hat. Außerdem gibt es noch mehrere Pri-vilegien aus den Jahren 1314, 1400 u. 1408.
Braunstein (Pyrolusit, Grau - Braunstein,Weichmanganerz), Mineral, welches undeutliche,
meist nadelsörmige Krystalle des rhombischen Sy-stems bildet, die zu strahligen, faserigen Massenvon tropfstcinartiger od. nierenförmiger Oberflächevereinigt sind, aber auch dicht u. erdig sich findet.Er ist weich (Härte — 2 , 5 ), abfärbend, undurch-sichtig, schwach metallglänzend, von eisenschwarzerFarbe u. schwarzem Striche. Mit Schwefelsäureerhitzt, entwickelt er Sauerstoff, mit SalzsäureChlor. Er besteht aus Mangan und Sauerstofs(Mangansuperoxyd UnO^ mit 63 pCt. Manganu. 37 pCt. Sauerstoff). Die wichtigsten Fundortesind: Thüringen (Ilmenau), Harz (Jlseld), West-falen (Siegen, Arnsberg), Ober-Hessen (Gießen),das Erzgebirg (Johanngeorgenstadt), Mähren,Schle-sien, Kärnten, Ungarn, Siebenbürgen, England,Frankreich, Schweden rc. In der Industrie findetder B. ausgedehnte Verwendung zur Darstellungvon Chlor u. Chlorkalk, zum Entfärben des Gla-ses, in der Porzellan- u. Glasmalerei als Malerfärbe. H-tz«.
Braunthal, Braun v., s. Braun 3).
Braunvich, ein einfarbiges Rind, im östlichenn. südöstlichen Theil der Schweiz, von dunkel-brauner, dunkelgrüner bis hellgrauer Farbe; beifast allen Thieren findet sich aber eine hellereFärbung am Maul, in der inneren Ohrmuschel,dem Damme, am Bauche u. an der Brust, undebenso zieht sich ein hellerer Streifen über denRücken. Die Thiere haben einen kurzen, breitenKops, kurze, schwarze, oft mit weißen Spitzenversehene Hörner, ein breites Maul, breiten Rückenu. breites Kreuz, feinen, langen Schweif, breite,hohe Hüsten, kurze u. kräftige Extremitäten mitrecht breite» oberen Partien u. gerade gestellten,breiten Sprnnggelenken. Die Kühe sind bei reich-licher Nahrung gute Milchgeber; die Ochsen schwereu. gute Arbeilsthiere; sie mästen sich gut, habenaber ein etwas grobes, starkfaseriges Fleisch.
Brauordnung, 1) Regulativ, nach welchemin einem Lande oder in einer Ortschaft beim Bier-brauen verfahren wird. 2) (Braureihe)Reihenfolge,in welcher die Brauberechtigten eines Ortes brauen.
Braur, Adrian, s. Brouwer.
Brauron (a. Geogr.), Ortschaft in Attika, amErasinos, südl. von Marathon, unweit des Meeres;jetzt Dorf Merkurin. Dabei ein Tempel der Ar-temis (welche den Beinamen Brauronia hatte),einst mit dem uralten Bilde der Göttin, welchesOrestes u. Jphigenia aus der Taurischen Halb-insel mitgebracht hatten, welches aber die Persernach Susa entführten. Hier wurde dieser Göttinalle 5 Jahre Las attische Nationalfest Lrauiomngefeiert. Mädchen, in krokusfarbige, der Farbedes Bären ähnliche Gewänder gekleidet, brachtendabei als Ehrenjungfrauen Ziegen als Opfer zurVersöhnung der Artemis. Ein zu diesem Dienstegeweihtes Mädchen hieß Arktos (Bärin); der Weihe-act, wozu ein Mädchen zwischen 5 u. 10 Jahrealt sein mußte, hieß Arkteia.
Brause, 1) der Zustand des Gährens, inwelchem sich ein flüssiger Körper befindet; so: derWein ist noch in der B. 2) Der durchlöcherte,blecherne Aussatz an der Röhre einer Gießkanne.3) Aehnliche durchlöcherte Platten in Douchebäderit(s. u. Bad) u. an Feuerspitzen (s. d.).
Bransehahn, so v. w. Kampfstrandläufer.