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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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368 Der preußische Landtag 1868—70.

Beschluß vom 14. Juni gegen uns ins Feld führen sollte;man rechnete, daß mit dem demnächst verstümmeltenPreußen es möglich sein werde, diejenigen deutschen Re-formen, über die im Herbste 1864 der Fürstentag inFrankfurt a. M. tagte, ins Leben zu führen, währenddas unverstümmelte Preußen stark genug gewesen war,um durch seine einfache Abwesenheit dieses Projekt da-mals zu vernichten. Sie werden mir in dieser Frageeiniges Urteil zutrauen dürfen, da es keinen Mann inPreußen gibt, der länger als ich mit der deutschen Poli-tik amtlich beschäftigt gewesen ist, und ich habe die Koa-lition, die uns im Jahre 1866 siegesgewiß gegenüber-trat, in wechselnden Formen seit dem Jahre 1851 inFrankfurt a. M. zu bekämpfen gehabt, zuerst in dem Be-dauern, daß man uns den Frieden von Olmütz bewilligthabe, daß die Schwarzenbergsche Politik nicht mit Ge-walt und Entschlossenheit durchgeführt worden sei, nach-her in vielfachen Versuchen in gemäßigterer oder stärkererWeise jene Politik wieder aufzunehmen, und schließlichim Glauben an die Ueberlegenheit der bewaffneten Bun-desmacht im Frühjahr 1866, indem man nur die Ziffernder Bundesarmee in Berechnung zog, aber ihre Ver-fassung nicht so kannte, wie wir sie kannten. Wenn wirgegen unsrer Feinde Erwartung der uns angedrohtenGefahr der Vernichtung entgingen, und als Sieger dasRecht in der Hand hatten, die Verhältnisse zu regulieren,so kann man es wohl nicht eine ungerechte Eroberungnennen, die wir, nachdem man uns das Schwert in dieHand gezwungen, schließlich machten, indem wir lediglichan unsre eigne Sicherheit für die Zukunft dachten.

Nicht die Frage, ob zwei Millionen Deutsche mehroder weniger in einem Staatskörper vereint sein sollten.