Lauenburgs Anteil an der preußischen Staatsschuld. 337
verwahrt, als wenn man mir irgend eine Gewaltthatgegen das Herzogtum Lauenburg zumutete, und hat diesenAusdruck mit Protest zurückgewiesen, aber in demselbenAtem fordert er mich dazu auf. Wenn die Herren sichder Deduktion des Herrn Abgeordneten erinnern, so hater gesagt: wenn die Königliche Herzogliche Negierung nurbefehlen wird, so wird sie die Sache schon durchsetzen,d. h. wir legen dem Lande die Steuer auf, und wennsie nicht gutwillig gezahlt wird, so schicken wir den Exe-kutor. Das nenne ich Gewalt, denn auf Gefechte werdenes natürlich die Lauenburger nicht ankommen lassen (Heiter-keit), sondern die Uniform eines Exekutors in der Fernegenügt, um zu konstatieren, daß wir entschlossen sind,Gewalt zu üben, und dazu läßt man es nicht kommen.Ich möchte nochmals zur Geduld in Betreff der Einver-leibung ermahnen, sie nicht auf indirektem Wege erzwingenzu wollen. Sie wird ohnedies kommen, und als Beweis,daß wir in dieser Richtung nicht müßig gewesen sind,führe ich Ihnen an, daß wir bereits vor fast einem Jahreeinen besonderen Kommissar hingeschickt haben in derPerson des Herrn v. Ompteda, der lediglich mit demAufträge dorthin gegangen ist, diese Einverleibung durchVerhandlungen und Herbeiführung eines Vergleiches vor-zubereiten und einen Vergleich über die Einverleibungdes Herzogtums in den preußischen Staat anzubahnen.Daß die Vorarbeiten vielleicht rascher von statten gegangensein würden, wenn ich nicht durch Krankheit fast achtMonate von den Geschäften fern gehalten worden wäre,das kann sein, vielleicht hätte auch ich einen Widerstandgefunden, den ich in der Zeit nicht überwunden habenwürde. Aber wenn der Herr Abgeordnete Twesten vierJahre schon eine unerträglich lange Zeit findet, daß ein
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