Uebergang der ausmärtiq. Angelegenheiten Preußens rc. 315
Zugleich knüpfe ich an die Vorverhandlungen, derenich eben erwähnte, noch eine Aeußerung über den Antragdes Herrn Abgeordneten Freiherrn v. Haverbeck wegenWegfalls der innerhalb Norddeutschlauds befindlichen Ge-sandtschaften. Solche Vorverhandlungen würden wesentlicherschwert sein, wenn wir gar keine Organe an diesen Höfenhätten. Die Mitglieder des Bundesrates, die sonst wohldie Organe für Mitteilungen an die betreffenden Bundes-regierungen und die Träger des Verkehrs sein könnten,sind nicht fortdauernd hier anwesend. Sie treten nurzusammen, wenn der Bundesrat berufen wird, und haltenhier Sitzungen; das ist aber nur im geringeren Teiledes Jahres der Fall. Während des Zwischenraumeswürde uns, wenn diese Gesandtschaften wegfielen, jedesOrgan zur Einwirkung, zum Verkehr mit diesen Re-gierungen fehlen. Es würden auch die Organe für den-jenigen diplomatischen Schutz fehlen, der selbst innerhalbdes Bundesgebietes doch immer ab und zu gelegentlichbei Reise-Unbequemlichkeiten, bei Handelsvorkommnissenangerufen werden wird. Unsre Gesandtschaft in Dresdenist keineswegs unthütig; sie hat vollauf zu thun, undselbst die Nebenbeamten derselben finden ihre Beschäftigung,so viel sie leisten können, und ich weiß in der Thal nicht,auf welche Organe diese Geschäfte übertragen werdensollten, wenn die Gesandtschaft wegsiele. Die Gesandt-schaft in Hamburg hat dieselbe Aufgabe in Bezug ausdas Gebiet der beiden Mecklenburgischen Großherzog-tümer und ist nicht allein auf die Hansestädte beschränkt.
Ich glaubte, auf dieses Thema nicht noch einmal zurück-kommen zu dürfen, weil ich voraussetzte, daß dem HohenHause meine Aeußerungen im vorigen Jahre in dieserBeziehung vollkommen gegenwärtig sein würden, und das