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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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Das Zollparlament 1868 u. 1869,

2. Ein Appell an die Furcht findet kein Echo in-rutschen Herzen.

18. Mai 1868.

Der württembergische Abg. Probst sprach in derselben vier-zehnten Sitzung die Ermahnung aus, das Zollparlament möge strengin den Grenzen sich zu halten bestrebt sein, welche der Zollvertragverschreibe, und warnte davor, durch Ueberschreitung derselben Un-frieden zwischen Norddeutschland und Süddeutschland zu stiften:Es ist, glaube ich, jemand in der Welt vorhanden, der daraufpaßt, daß die Gegensätze zwischen Nord- und Süddeutschland hierzum Austrag gebracht werden." Darauf gab Graf Bismarck zurAntwort:

Meine Herren! Sie alle, auch Sie aus Süddeutsch-land, werden mir das Zeugnis geben, daß ich, als Ver-treter meiner Negierung, ebenso wie meine Kollegen vomNordbunde, auf das sorgfältigste alles vermieden habe,was uns der Vermutung aussetzen könnte, als wolltenwir auf die süddeutschen Herren irgend eine Pression,auch nur die leiseste Ueberredung ausüben, damit sie sichdazu hergeben möchten, die Kompetenz des Zollparla-ments zu erweitern.

Ter Herr Vorredner hat uns gesagt, seine engerenLandeleute seien einig in dem Bestreben, sich jeder Er-weiterung der Kompetenz des Zollparlaments zu wider-setzen. Es ist von dieser Seite her (auf die Plätze derVertreter der zolloerbündeten Negierungen deutend) ge-wiß nichts geschehen, was den Herrn Vorredner und seineGesinnungsgenossen in diesem Bestreben irgendwie hätteirre machen oder hindern können. Führen Sie Ihr Pro-gramm durch, so lange es Ihr freier Wille ist; Sie wer-den von uns weder mit einer Ueberredung, noch mit