Ein Appell an die Furcht findet kein Echo rc.
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einer Bitte, noch auch nur mit einem Wunsche aufgefor-dert werden, Ihr Programm aufzugeben. Es hängt dasAufgeben desselben lediglich an Ihrem freien Willen; ichbeziehe mich ungern in dieser Versammlung auf ein Akten-stück, welches in ihren Geschästskreis nicht hingehört;aber um eiu für allemal das Programm der Politik desNorddeutschen Bundes in dieser Beziehung zu kennzeich-nen, erinnere ich Sie an eine längst publizierte Zirkular-depesche des Kanzlers des Norddeutschen Bundes vom7. September v. I. Wenn Sie dieselbe mit Aufmerk-samkeit lesen, so werden Sie sich überzeugen, daß dasProgramm der Politik des Norddeutschen Bundes, anwelchem dieselbe noch heute festhält, die SelbständigkeitSüddeutschlands in keiner Weise gefährdet, und selbstwenn Sie den Wunsch aussprächen, diese Ihre Selbst-ständigkeit aufzugeben (Sie nennen es so, ich nicht —sich dem Norddeutschen Bunde zu nähern, will ich liebersagen), so müßten Sie diesen Wunsch schon so motivieren,daß er auf beiden Seiten dieselbe günstige Beurteilungfände. Sie halten uns für viel empressierter, als wires sind. (Heiterkeit.)
Ich habe das Wort ergriffen, um Sie vollständigdarüber zu beruhigen. So lange als Sie nicht in freierEntschließung erkennen, daß Ihrer Selbständigkeit imhöchsten und weitesten Sinne am besten damit gedient ist,und so lange nicht aus dem Grunde ihres allgemeinenNationalgefühles diejenige Majorität der Süddeutschen,die überhaupt staatliche Einrichtungen will, erklärt, essei ihr Wille, sich dem Norddeutschen Bunde anzuschließcn,so lange deliberieren Sie in Nuhe über die Gegenständedes Zollvereins. Aber wenn ich mich so gegen das Be-streben jeder Kompetenzerweiterung verwahre, so muß ich