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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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Ueber Steuerpolitik.

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Der Herr Finanzminister hat dem heute schon einiger-maßen nachgeholfen. Es ist das ganz natürlich, daß dievolle Ausdehnung des Schadens uns amtlich erst bekanntwerden konnte, als der Reichstag versammelt war. Dar-aus erklärt sich auch diese plötzliche und in Hast gear-beitete Menge ich weiß nicht, bald ist es Platzregen,bald Bankett genannt worden von Steuern, die wirvorlegen, indem wir, sobald wir den Schaden erkannten,sobald er in Zahlen zweifellos nachgewiesen war, ge-glaubt haben, nicht säumen zu dürfen, um uns vor demVorwurf zu retten, als hätten wir nicht rechtzeitig Handzu seiner Heilung geboten. Ich glaube nicht, daß Siedem Herrn Finanzminister einen Vorwurf daraus machenkönnen, daß er seinerseits sich länger als andre mit derHoffnung geschmeichelt hat, eine bessere Wendung derZukunft würde das Defizit als ein vorübergehendes er-scheinen lassen, sowie es mit früheren Defizits der Fallgewesen ist. Sie sind zu einem solchen Vorwurf um soweniger berechtigt, meine Herren, als er Sie selber trifft.Eins der Hauptargumente, welche Sie uns entgegenstellen,ist gerade das Festhalten an der Illusion: es sei eigent-lich kein ernsthaftes Defizit, es sei nicht genügend nach-gewiesen. Auch in dein so klaren Vortrage des HerrnVorredners fand sich dies Argument wieder, es sei dasDefizit noch näher zu begründen durch ein Zeugnis despreußischen Landtages; die Zeugnisse, die vorliegen, ge-nügten ihm nicht. Das Defizit besteht und ich mußdas zur Rechtfertigung des Herrn Finanzministers nochhervorheben aus drei Teilen, die ich gewissermaßen dasDefizit der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zu-kunft nennen möchte. Das der Vergangenheit beträgtetwas mehr als 5 Millionen. Cs entstand in einer für