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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
Entstehung
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284 Weiterer Ausbau der Buudesmstitutionen 1868—66.

Die großen Vermögen sind leider zu selten, um ein er-hebliches Steuererträgnis darzubieten. Nicht recht klarist mir gewesen, wie der Herr Vorredner zu der Befürch-tung eines Konflikts zwischen dem Reichstage und dempreußischen Abgeordnetenhause kam. Ich habe in dieserganzen Verhandlung den Standpunkt zu vertreten ge-sucht, daß beide Körperschaften sich einander in die Händearbeiten sollen, daß der Reichstag den Vorteil, daß erin den Besitz der am leichtesten flüssigen indirekten Steuer-quellen gesetzt worden ist, nicht in einer ungerechten Weiseausbeuten soll, um dem Landtage und den einzelnenFinanzverwaltungen den Brotkorb höher zu hängen, daßer nicht die Rolle eines undankbaren Sohnes spielt, denseine preußische Mutter mit Schmerzen geboren und mitihren eignen Mitteln ausgestattet hat, und der ihr nundie nötigen Subsistenzmittel abschneidet, daß also derReichstag und der Landtag sich einander in die Händearbeiten sollen, indem jeder an seinem Teile dazu bei-trägt, die einzelnen Negierungen durch Erleichterung derMatrikularbeiträge und die Bundesregierung im ganzenin die Lage zu setzen, die materiellen Interessen so reich-lich zu pflegen, wie es unsre Absicht ist. Der Herr Vor-redner hat dabei für den Herrn Finanzminister, und in-direkt auch für mich einen Vorwurf daraus gemacht, daßmir, ich wenigstens, wie ich gestern schon andeutete, erstjetzt, nicht durch die Denkschrift, aber doch erst seit derEröffnung des Reichstages, Kenntnis bekommen hättenvon der eigentlichen Lage der preußischen Finanzen. Ichsprach gestern unter dem Eindruck, daß Ihre Geduld,mich anzuhören, erschöpft sei, und habe mich deshalbkürzer gefaßt, und mich über manche meiner Andeutungennicht so klar ausgedrückt, wie ich es wohl gewünscht hätte.