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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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200 Weiterer Ausbau der Bundesinstitutionen 1868—69.

Körperschaft, die gleichberechtigt mit der andern ist, zueiner Bestimmung zu vermögen, das bedaure ich. Daßich darin irgend welchen etwa in Händen der Regierungliegenden Zwang üben sollte — einmal würde er un-fruchtbar sein, und dann würde man mir dasjenige ent-gegenhalten, was ich früher selbst gegen die Sache gesagthabe, und dann würde man erklären, daß nicht jeder-mann dieselbe Aufgabe hat, persönliche Ueberzeugungendem Frieden des Allgemeinen zu opfern, wie gerade einsolcher, der eben Minister ist. Wohl aber hat sich dieSache zum Vorteil der Auffassung der Antragsteller da-hin geändert, daß die preußische Regierung — die jetzigewenigstens — in der moralischen Unmöglichkeit ist, irgendeine Verfolgung praktisch zuzugeben. Es ist also in keinerWeise psrioalam in mora.

Meine Stellung zu der Sache hat sich auch inso-fern einigermaßen modifiziert, als ich der Meinung derGegner neue gute Seiten noch habe abgewinnen können,die es mir erleichtern, die Gründe gegen die Sache, diemir auf die Zunge treten wollen, zurückzudrängen. DerHerr Antragsteller that heute Aeußerungen, die michschließen ließen, daß gewisse Illusionen, die ich für ge-schwunden hielt, doch noch nicht ganz in der öffentlichenMeinung geschwunden sind, nämlich die, daß irgend einGrad von Mut dazu gehöre, einem Minister Unannehm-lichkeiten zu sagen. (Heiterkeit.)

Es ist eine eigentümliche Erscheinung, daß im deut-schen Volke, welches sonst keine Vorliebe für schroffeMißachtung der Form der Höflichkeit gerade hat, dochvon jeher jede Gelegenheit, bei der jemand sie einemhochgestellten Beamten gegenüber mit rechter Ge-flissentlichkeit und Verachtung aller Formen außer acht