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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
Entstehung
Seite
163
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Reisekosten u. Diätend. ALg.; das Verfassungslebsn rc. 163

Ich will nicht, wie bisher in der Hauptsache ge-schehen ist, die Diskussion erneuern, welche wir beiHerstellung der Bundesverfassung geführt haben. Ichwill mich deshalb enthalten, in die Gründe, welche füroder gegen Diäten sprechen können, von neuem ein-zugehen. Ich glaube, wir finden sie sehr viel reichlicher,wenn wir die Verhandlungen nochmals Nachlesen, welchevorgestern vor einem Jahre hier ihren Abschluß fanden.Damals sind dieselben Dinge ebensogut und warm ge-sagt, die wir heute wieder gehört haben, und ich ent-halte mich, darauf einzugehen, obschon ich es vom Stand-punkt eines Ministers resp. Bundeskanzlers doch nichtfür einen so geringen Gewinn, wie der Herr Vorredner,anschlagen kann, wenn Zeit gewonnen wird namentlichdadurch, daß die Zahl der akademischen Vorträge vondieser Tribüne vermindert wird, die Zahl der un-praktischen Vorträge. Wenn Zeit gewonnen wird, istdie Anzahl derer größer, welche überhaupt hierher zukommen imstande sind, und sie beschränkt sich nicht,wenigstens soweit sie mit Leichtigkeit kommen können,auf diejenigen, welche zu Hause wenig zu thun haben.Die Leichtigkeit, Abgeordneter zu werden, ist nicht mehrbedingt durch den Mangel an einem regelmäßigen Be-rufe, sie steht nicht mehr im umgekehrten Verhältnisseder regelmäßigen Beschäftigung außerhalb der Sitzungs-zeit, und das ist für die Art der Vertretung doch immerein erheblicher Gewinn.

Ich will Sie aber aufmerksam machen auf den Ein-druck, den es auf die verbüudeten Negierungen machenmuß, wenn dieses mühsam errungene Kompromiß desVerfassungswerkes nach kaum zwölf Monaten wiederumin Frage gestellt wird. Die ganze Bundesverfassung,