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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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140 Die Landtagssession 1867—68.

gern beraten, und keinem Wunsche, keiner Belehrung un-zugänglich sein. (Bravo!)

Auf eine Rede des Abg. Waldeck wegen einer besseren Ein-teilung der Provinzen erwiderte der Ministerpräsident in derselbenSitzung:

Ich befinde mich in der nngeivöhnlichen Lage, fastein Jahr lang dieselben Ziele verfolgt zu haben, die derHerr Vorredner als die seinigen hinstellte, nämlich dieProvinzialordnung mehr in Einklang zu bringen mitden alten Stammverhältnissen, mit den alten Reichs-kreisen. Als ich nach dem Friedensschluß hierher zurück-kam, so schwebte mir ein Ideal vor, dessen Verfolgungund Festhalten vielleicht die Ursache der Verspätung ge-wesen ist, die der Herr Vorredner bezüglich der Be-schlüsse über die Provinz Hannover rügte, und derPlötzlichkeit, mit der sie nachher gefaßt werden mußten,weil Zeit über dieses mein nicht verwirklichtes Ideal ver-loren worden war. Ich hatte den Gedanken verfolgt,zunächst die rheinfränkischen Teile der jetzigen ProvinzHessen-Nassau, also etwa Nassau und Hanau, vielleichtauch Fulda mit der Rheinprovinz zu verbinden zu einerProvinz Nheinfranken, den übrigen Teil von Hessendaran zu erinnern, daß Hessen früher Westthüringenwar und Marburg neben der Wartburg die Hanptschlösservon Thüringen, und eine Provinz Thüringen zu schaffen,welche die in dem preußischen Besitz befindlichen Be-standteile dieses uralten Stammlandes in sich begriff,also den bei weitem größeren Teil der Provinz Sachsenbis gegen Wittenberg hin; demnächst auch etwa diesüdliche Göttinger Enklave von Hannover, ferner die