Der hannoversche Provinzialfonds :c. l4l
alten Teile des westfälischen Neichskreises, Osnabrückund Ostfriesland, wieder zu Westfalen zu weisen, unddann eine Provinz Niedersachsen — genau so mar derName, den auch ich dafür wünschte — unter Zufügungdes alten niedersächsischen Landes Magdeburg herzustellen.Dieses — ich nenne es ein Ideal — hat sich nicht ver-wirklicht ; es scheiterte vielleicht an dem Mangel an Zeit,an dem Mangel an Arbeitskräften. Es liegt auf derHand, daß, wenn solche Revirements in der Provinzial-einteilung stattfinden sollten, die schon mit Mühe un-vollkommen und eilig überwältigten Geschäfte gar nichtmit dem jetzigen Räderwerk und mit dem jetzigen Personalhätten überwältigt werden können. Es ist gearbeitetworden von allen Seiten, so viel man konnte, vielleichtunvollkommen, vielleicht nicht immer geschickt, aber wirmüssen mit Menschen arbeiten, wie wir sie haben, wirkönnen sie uns nicht machen.
Und vielleicht hätten mich diese Hindernisse nochnicht abgeschreckt, sondern auf ein Provisorium geleitet;aber ein Widerstand, der stärker durchschlug, war einsolcher, der sonst von der Fortschrittspartei sehr hochangeschlagen wurde. Ich erinnere mich, daß, wenn vondem Schicksal Schleswig-Holsteins die Rede war, immerentgegengehalten wurde: das Volk soll selbst über seinSchicksal bestimmen, man solle die Stände berufen, mansolle die Stände fragen. Genau nach diesem Rezept derFortschrittspartei sind wir in Hannover verfahren undwerden darum nicht minder getadelt, weil es für diedortigen Zwecke nicht paßt. Es erhob sich von Kurhessenein Widerspruch dagegen, das dortige Staatswesen zer-fetzen zu lassen. Sie wünschten zusammen zu bleibenunter einer Provinzialverfassung, die sich der alten Landes-