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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
Entstehung
Seite
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Die Landtagsssssion 1887—68.

bei uns in den Gemütern hinterlassen hatte, eine mehrvermittelnde Stellung zwischen der Regierung und derOpposition, eine ansgleichende, eine unbefangene ein-nehmen würden. Ich habe mit Bedauern gesehen, wiesie sich rascher und tiefer in dem hiesigen Parteitreuengefärbt haben (Heiterkeit), als ich geglaubt hatte, daßsie es thuu würden, und daß sie auf die Fühlung mitder Negierung nicht den Wert gelegt haben, den ichhoffte, daß sie ihn legen würden. Aber, meine Herren,das ist hierbei vollständig gleichgültig. Die Negierunghält an der Vorlage, die sie nicht nur dem Lande Han-nover für nützlich, sondern auch im Interesse der ge-samten preußischen Politik für nützlich und notwendighielt, nach wie vor fest, selbst wenn sämtliche hannover-sche Abgeordneten wie ein Mann so stimmen würden,als ob sie in der preußischen Residenz gewählt wordenwären. »(Große, anhaltende Heiterkeit.)

Am folgenden Tage, in der 43. Sitzung am S. Februar gabder Abg. v Kardorff seiner Genugthuung Ausdruck über die vor-stehenden Auslassungen des Ministerpräsidenten, soweit sich dieselbenauf das Prinzip der Dezentralisation und Selbstverwaltung be-zögen. Gegen frühere Aeuszerungen namentlich des Ministers desInnern zu dieser Frage bedeuteten diese Auslassungen einen segens-reichen Fortschritt in den Anschauungen des Staatsministeriums.Auf diese Ausführungen des freikonservativen Redners erwiderteGraf Bismarck:

Ich bin iiberzeugt, daß bei einer genauen Prüfungder stenographischen Berichte sich ein prinzipieller Unter-schied zwischen den Auslassungen, die im Namen desMinisteriums des Innern über die Frage der De-