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Die Landtagssession 1867—68.
schenkte, wenn sie über Ueberbürdung durch die Grund-steiler klagten; es ist mir eine angenehme Probe aufdas Exempel nachher gewesen, wie bei der Grundsteuer-ausgleichung eine dieser am lautesten klagenden Pro-vinzen sich beweisen lassen mußte, daß sie bisher, ichglaube es waren 70 000 oder 50 000 Thaler, zu wenigbezahlt hatte, und wie ihr aus der Regulierung einkleiner Zuwachs hervorging. Diese Nheinproviuzenschwebten mir vorzugsweise vor, und das hat guteFrüchte getragen; denn sie, die zu der Zeit, wo ich siezuerst kennen lernte, im Anfang der dreißiger Jahre,nicht gerade immer ein sehr viel stärkeres Wohlwollenfür uns hatten, als viele hannoversche Partikularisten,sie sind seitdem durch konsequent fortgesetzte gute Be-handlung ebenso gute Preußen geworden, wie nurirgend in einer der alten Provinzen, in Schlesien oderin Pommern, gefunden werden. (Heiterkeit.)
Was demnächst das zweite Motiv der Negierungbetrifft, die Dezentralisation, so war es für mich eineErscheinung, die ich mit Freuden begrüßte, als dasStaatsministerium sich nach einigen Kämpfen undSchwierigkeiten von seiten der verschiedenen Büreaus,die das Gewohnte vertraten, darüber einigte, hier zuersteine Bresche in das System der Zentralisation zu legen.Der Kampf dafür wurde mir durch den Vorgang inKurhessen sehr erleichtert, und die fanatische Liebe derKurhessen zu ihrem Staatsschatz (Heiterkeit) ist vielleichtder erste Anstoß zu dem System der Dezentralisationgewesen. Ich bin überrascht, daß keiner der Redner,die unser heutiges Verfahren angreifen, auf den kur-hessischen Staatsschatz zurückgekommen ist. Es stand dochdort genau so wie hier. In den alten Provinzen hat