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Die Landtagssession 1867 — 68.
derselben Lage befunden, nur daß Preußen der größereStaat ist, und daß Se. Majestät der König zugleich inseiner Person das Bundespräsidium vereinigt. Aber nacheiner buchstäblichen Auslegung der Verfassung hätte diepreußische Diplomatie die Einladung auch ihrerseits,ebenso wie die sächsische an das Bundespräsidium ver-weisen sollen. Daß diesem, dem Buchstaben, bei jetzigerLage der Dinge noch nicht Rechnung getragen ist, werdenSie alle billigen.
Wir streben diesem Ziele zu, aber mit vorsichtigerSchonung der Gefühle unsrer Bundesgenossen. Es istdies eine zarte Frage der dynastischen Empfindlichkeitjederzeit gewesen. Ich brauche nur daran zu erinnern,daß die Versuche, Deutschland zur Einigung zu führen,in den Jahren 1848, 1849, die sich an den Namen desHerrn v. Radowitz knüpfen, in erster Linie und vorzugs-weise an dieser Frage gescheitert sind, indem man, viel-leicht doktrinärer als nötig war, darauf beharrte, daßdas Gesandtschaftsrecht der verbündeten Staaten vonHause aus zu gunsten der Bundesregierung aboliertwerden sollte; ein Opfer, zu dem jene sich nicht ver-stehen konnten. Wenn die Königliche Regierung, oderwenn das Bundespräsidium noch nicht dazu geschrittenist, dem Bunde eine politische Vertretung im Auslandezn geben, so ist es davon nicht abgehalten worden durchdie Befürchtung, daß irgend eine der größeren Mächtedem Bunde die Anerkennung versagen könnte. Wirhegen diese Befürchtung nicht, und es ist auch nicht diegeringste Wahrscheinlichkeit vorhanden, daß ein solcherFall eintreten sollte, da doch die Bundesflagge allseitigeAnerkennung gefunden hat und damit schon der Vor-gang gegeben ist auch zur Anerkennung des Gesandt-