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4 (1886) Der Bundeskanzler Graf Bismarck : 1867 - 1870
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Die Landtagssession 186768.

stand für uns ein würdiger wäre, dann, meine Herren,wäre die Frage sehr rasch erledigt; denn eine sehr großepraktische Bedeutung lege ich ihr nicht bei. Ich möchtenur Ihrer Erwägung anheimgeben ohne daß ich,wie gesagt, ein Urteil der Königlichen Staatsregierungselbst ausspreche, ich bin in diesem Augenblicke noch nichtdazu berechtigt ich möchte anheimgeben, 'ob sich dennnicht in dieser Frage die zwei Stadien der Redefreiheit,die im Saal und die in der Presse, unterscheiden lassen.Ich kann mir unter Umständen gefallen lassen, daß je-mand in der Uebereilung, in der politischen Leidenschaft, von der ganz frei zu sein nicht immer eine öffent-liche Tugend ist daß jemand in dieser Stimmungein Wort über die Schnur haut, und daß er vielleichtzu hartnäckig ist, um irgend eine Erklärung darüber zugeben. Es ist das peinlich für den, den's trifft, aberes ist kein Unglück, es ist etwas Vorübergehendes, dasWort verweht, auch wenn es Vierhundert angehört haben,und auch wenn es nachher weiter gesagt wird. Es nimmtaber einen ganz andern Charakter an, wenn dieses Wort,über dessen beleidigenden Charakter niemand zweifelhaftsein kann, in Hunderttausend, in Millionen von Exem-plaren gedruckt werden kann, jederzeit bis in alle Ewig-keit hinein, und ich bin jedem unwürdigen Winkelskriben-ten gegenüber, der für gut findet, mir das Wort wiederunter die Nase zu rücken in seinem Blatte, gerade sowehrlos, wie ich hier dem Worte der Tribüne gegen-über mich befinde, wo ich doch weiß, wofür ich michopfere: für die großen Zwecke des Staatslebens, deskonstitutionellen Staatslebens, wenn ich eine Be-leidigung rnhig einstecke. Aber die fortgesetzte Beleidi-gung im Druck und in der Verbreitung der Presse, die