64 Die Landtagssession 1867 — 68 .
ich soeben hier hörte, bezog sich auf solche, aus welchenich allerdings eine Kabinettsfrage gemacht hätte. Da-gegen vom theoretischen Standpunkt, vom Standpunktmeines eignen Gefühls von Recht und individuellerWürde aus, ist mir dieses Opfer nicht objektiv genug.Wenn man an dieser Stelle drei Jahre lang den An-griffen ausgesetzt gewesen ist, denen ich ausgesetzt gewesenbin, Angriffen, deren Gerechtigkeit ich nicht immer er-kennen konnte, dann fragt man sich: habe ich in meinemeignen Vaterlande keine rechtliche Abhilfe gegen der-gleichen? Gehen Sie zurück in jene Zeit! Wie entstanddenn der Konflikt? Er entstand durch ein Uebermaß inder Benutzung der Redefreiheit. Erinnern Sie sich aneinzelne persönliche Szenen, die hier vorgekommen sind,erinnern Sie sich, wie dieses Ministerium jedes Mittel,das der Retorsion und andre, ergriff, um sich dagegenzu decken, wie wir genötigt waren, schließlich in oovpovozu erklären, wir würden nicht mehr in diesem Hauseerscheinen, wenn der Ton sich nicht ändere, wenn wirkeinen Beistand bei dem Präsidium fänden. Solche Ueber-treibungen strafen sich immer, nicht an dem, der sie be-geht, sondern an dem konstitutionellen Leben des Staa-tes, in welchem sie Vorkommen. Es kämpfen Fleischund Blut auf beiden Seiten, und keine menschliche Na-tur, es sei denn, daß sie niedrig, feig und überzeugungs-los sei, erträgt ohne analoge Reaktion aus sich herausdergleichen auf die Länge.
So kam es, daß wir schließlich auch das Mitteleiner Aendernng der Gesetzgebung versuchten, um zuandern Zuständen zu gelangen, oder wenigstens um un-fern guten Willen zu dokumentieren. Das Einbringeneiner solchen, die Aeußerungen, die ich selbst dabei ge-