28 Erste ord. Sessiond.Nordd.Reichst. 10.Sept.-26.Okt.1867.
Wenn ich auf die Notwendigkeit des Bundeskanzler-amts komme, so erkläre ich, daß mir jede Fortsetzungdes Geschäftsbetriebes unmöglich wird, wenn nicht dasBundeskanzleramt mit einer Auswahl reicher und aus-gezeichneter Arbeitskräfte dotiert wäre. Es ist der un-entbehrlichste Maschinenteil, um die ganze Maschine, wiesie augenblicklich konstruiert ist, in Gang zu halten.Wenn der erste Herr Redner darüber einen näherenNachweis verlangt, so beziehe ich mich auf das, was derletzte Herr Vorredner sagte: daß wir noch nicht in derLage sind, in allen diesen Fragen die Punkte so genauüber das I zu setzen, wie sie vielleicht in zwei oderdrei Jahren von selbst auch dem ersten Herrn Rednerins Auge springen werden; solche Dinge werden eben,wie der letzte Herr Redner richtig bemerkt hat, nicht vonHause aus nach theoretischer Berechnung geschaffen, son-dern sie werden und wachsen. (Sehr richtig!)
Aber auch in seiner von mir gerühmten Ausstattungwürde das Bundeskanzleramt schon jetzt den Anforde-rungen an seine Arbeitskräfte nicht genügen können,wenn nicht die Arbeitskraft der preußischen Ministerienund der Ministerien der verbündeten Regierungen, so-weit sie im Bundesrate zur Wirksamkeit kommt, dabeizu Hilfe gezogen wird. Sie alle werden aus den Zei-tungen und anch aus eigner näherer Prüfung der Dingedie ungewöhnlich bedeutsamen und fleißigen Leistungender Mitglieder des Bundesrates — ich kann das ohneSelbstruhm sagen — erkannt haben; ihnen vorherge-gangen sind ähnliche Arbeiten in den entsprechendenFachministerien der verbündeten Staaten, bei denen ichnatürlicherweise meinerseits hier lokal nur in nähererVerbindung mit dem preußischen Fachministerium ge-