gefordert werden zu können; aber dieses hindert kei-uesweges, daß nicht bei solchen Arbeiten eine Nor-male vorgeschricben werden könnte/ welche mit einergegebnen Mittagslinic zusammen fällt, was ohneZweifel sehr nützlich ist, wenn eine Reihe spceiellerArbeiten ein richtig zusammenhängendes, wohl orien-tirtcs Ganze ausmachen soll.
Bei größeren geodätischen Arbeiten, wie etwaz. B. bei Triangulationen des ersten Ranges übereine ganze Provinz oder mehrere, wobei die Haupr-Winkelpunkte, als eben so viel geographische Oerterallerdings astronomisch fest gelegt werden sollen, trittfreilich ein andrer Fall ein. Die Kennmiß der Mit-tagslinien ist nicht blos eine Selbstfolge der geogra-phischen Ortsbestimmung, sondern die Beobachtungder Azimuthal-Winkel wird auch zur Bestimmung derrelativen Lage andrer Punkte gegen einen gegebnenersten Meridian bienen. Bei dergleichen wichtiger»Arbeiten liegt eS schon in der Natur der Sache, sowie iu der erforderlichen astronomischen Genauigkeit,daß die Mittagslinien als Normalen benutzt worden;und die Ucbertragung derselben ans die Punkte kleine-rer Drciecknetze wird an sich nicht schwierig, dagegenfür die genaue Einpassung der Theile in das Ganzevon wesentlicher Erleichterung sein,, — Allein diesist nicht eigentlich der Gegenstand, womit ich michhier zu beschäftigen habe, indem ich nur vorzüglichvon dem Gebrauch der Normalen bei speeiellen Mes-sungen das nothwendigste sagen wollte.
§- 4 -
Wenn man eine Reihe von Winkelpunkten hat,von welchen ein, verhalrnißmaßig sehr entfernterGegenstand sichtbar ist, so läßt sich leicht ausmitteln,wiefern die Eesichtslinien von jedem der gegebnenWinkelpnnkte »ach dem entsernten Gegenstände für