gewisse Stände der Gesellschaft, setzt der klügsteMinister nicht durch. Er wird immer die Mehr-heit gegen sich haben, — Bei uns würde dieseschon über drei Viertel betragen, da in derHälfte der Monarchie, in Schlesien und am Rhein,der Adel nicht steuerfrei sist, und da die ganzeMonarchie sich gegen die Steuerfreiheit des Adelserklären würde». Auf einem Reichstage ist keinanderes Princip durchzusetzen, als das von Tell:^Jedermann wird besteuert nach Vermögen'» —Den einzigen Grund, den die Minister habenkönnten, dem Könige vorzuschlagen, die Entschei-dung früher zu geben und ganz im Sinne deragrarischen Gesetze von 1810 wäre der: daß sieden Schock der Parteien vermeiden wollten, wennsic auf einen großen Widerstand von Seiten desAdels rechneten, und wenn sie glaubten, daß dieParteien nahe einander gleich wären. Allein beider großen Stimmenmehrheit, deren sie sicher sind,können sie die Entscheidung auf den Reichstagbringen, ohne daß sie eine heftige Gegenwehr zubesorgen haben.
Bei uns am Rhein giebt die Quadratmeile6000 Thaler Grundsteuer. Bei Ihnen, in derMark Brandenburg, giebt sic nur 1000 Thaler,allein 5000 Thlr. Konsnmtionssteuer. Hierausfolgt, daß bei Ihnen die Grundsteuer entwedersehr niedrig ist, oder daß fast die ganze Markaus steuerfreien Gütern besteht. — Die Einfüh-rung der Grundsteuer -statt der Konsumtionssteuer